Samsung zeigt Kante. In London präsentierte der Tech-Gigant seine achte Generation an Foldables und neue Wearables. Parallel dazu treibt der Konzern seine KI-Strategie mit dem ersten „Ultra“-Faltgerät massiv voran. Dennoch erlebte das Papier an der Heimatbörse einen schwarzen Mittwoch.
KI-Agenten und Rekordmaße
Das neue Flaggschiff Galaxy Z Fold8 Ultra ist im ausgeklappten Zustand lediglich 4,1 Millimeter dünn. Samsung setzt bei der Software nun voll auf sogenannte „Agentic AI“. Diese Technik soll Nutzergewohnheiten lernen und den Alltag proaktiv organisieren. Die Hardware bietet dazu ein 8-Zoll-Display.
Ergänzt wird das Ökosystem durch neue Smartwatches. Diese arbeiten mit Chips von Qualcomm und liefern präventive Gesundheitsdaten. Samsung will so die Lücke zwischen reiner Datensammlung und echtem Gesundheitsmanagement schließen.
Der 200-Milliarden-Dollar-Pakt
Hinter den Kulissen bereitet Samsung den nächsten Sprung im Halbleitergeschäft vor. Der Konzern nutzt sein modernstes 2-Nanometer-Verfahren für den neuen KI-Speicher HBM5. Damit sollen die Geschwindigkeiten gegenüber der Vorgängergeneration um mehr als 50 Prozent steigen.
Passend dazu schlossen die Koreaner eine strategische Partnerschaft mit Broadcom. Dieser Pakt umfasst ein Volumen von rund 200 Milliarden US-Dollar über fünf Jahre. Er zielt auf die gemeinsame Entwicklung von KI-Beschleunigern ab. Samsung stellt dafür seine 2nm-Foundry-Kapazitäten bereit.
Margin Calls drücken den Kurs
Trotz der Produktoffensive verlor die Aktie heute 7,27 Prozent und schloss bei 204.000 KRW. Dieser Einbruch markiert den vorläufigen Tiefpunkt einer Korrektur. Innerhalb einer Woche verlor der Wert damit über 21 Prozent an Boden.
Marktbeobachter führen die heftigen Verkäufe auf Zwangsliquidierungen im koreanischen Index KOSPI zurück. Hohe Kredithebel bei Privatanlegern führten dort zu einer Kettenreaktion. Der RSI-Wert von 33,1 signalisiert derweil, dass das Papier in den technisch überverkauften Bereich rutscht.
Jetzt richtet sich der Blick auf den 30. Juli. Dann legt Samsung die vollständigen Zahlen zum zweiten Quartal vor. Anleger erwarten Details zum Halbleitersegment, das laut ersten Prognosen Rekordgewinne einfahren konnte. Hält die Dynamik dort an, entscheidet sich, ob der aktuelle Kurssturz lediglich ein technisches Gewitter im Aufwärtstrend war.
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