Samsung Electronics erreicht eine historische Bewertung. Mit einer Marktkapitalisierung von über einer Billion US-Dollar stößt der Konzern in den exklusivsten Kreis der Weltwirtschaft vor. Nach TSMC ist Samsung erst das zweite asiatische Unternehmen, dem dieser Sprung gelingt.
Der KI-Boom treibt die Geschäfte massiv an. Im ersten Quartal 2026 erwirtschaftete Samsung einen Rekordumsatz von 133,9 Billionen Won. Der operative Gewinn kletterte auf 57,2 Billionen Won—eine Verachtfachung zum Vorjahr.
Besonders die Halbleitersparte glänzt. Ihr operativer Gewinn stieg im Jahresvergleich um das 48-fache. Die Massenproduktion der HBM4-Speicherchips bildet das Fundament für diesen Erfolg. Diese Chips sind für die globale KI-Infrastruktur unverzichtbar.
Die Börse reagiert euphorisch. Die Vorzugsaktie stieg heute um 11,6 Prozent auf ein Rekordhoch von 189.300 Won. Damit hat sich der Kurs seit Jahresbeginn verdoppelt.
Analysten sehen weiteres Potenzial
Kyobo Securities hob das Kursziel auf 330.000 Won an. Die Experten verweisen auf langfristige Lieferverträge und stabile Erträge im Speichersegment. Der südkoreanische KOSPI-Index kletterte parallel dazu auf über 7.300 Punkte.
Samsung verhandelt derzeit über eine strategische Erweiterung in den USA. Es gibt Gespräche mit Apple über eine Chip-Produktion vor Ort. Das könnte die Marktposition weiter festigen.
Trotz der Rekordzahlen gibt es interne Hürden. Die Belegschaft droht mit einem 18-tägigen Streik. Das Management rechnet außerdem mit einer weiteren Verknappung auf dem Halbleitermarkt im kommenden Jahr. Die hohe Nachfrage nach KI-Hardware bleibt ein zweischneidiges Schwert.
Am 6. Mai markierte die Aktie ihren vorläufigen Höchststand. Anleger blicken nun auf die Verhandlungen mit der Gewerkschaft. Ein Erfolg dort würde den Weg für die weitere HBM4-Skalierung ebnen.
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