Samsung SDI steuert auf die operative Gewinnzone zu. Während die Nachfrage nach Batterien für Elektroautos weltweit stockt, fängt ein anderes Segment die Verluste auf. Der Konzern setzt massiv auf stationäre Energiespeicher für die Tech-Industrie.
Fokus auf Energiespeicher
Die Prognosen für das zweite Quartal 2026 signalisieren eine deutliche Erholung. Der Umsatz soll im Vergleich zum Vorjahr um gut 15 Prozent auf 3.668 Milliarden Won klettern.
Parallel dazu verringert sich der operative Verlust drastisch. Experten erwarten ein Minus von etwa 73 Milliarden Won. Ein Jahr zuvor verzeichnete Samsung SDI noch einen Verlust von fast 400 Milliarden Won.
Die offizielle Bilanzvorlage ist für den 23. Juli geplant. Erreicht das Unternehmen die Gewinnschwelle wie erwartet im zweiten Halbjahr, wäre der Turnaround geschafft.
Der strategische Fokus liegt nun auf dem Markt für Energiespeichersysteme (ESS). Vor allem der Ausbau von KI-Rechenzentren treibt den weltweiten Bedarf an Netzspeichern. Samsung SDI reagiert mit einer Produktions-Offensive in den USA.
Bis Ende 2026 soll dort eine Kapazität von 30 Gigawattstunden entstehen. Dafür rüstet der Konzern bestehende Linien um. Die US-Förderprogramme liefern zusätzliche Unterstützung. Diese Gutschriften könnten bis 2027 auf 1,6 Billionen Won anwachsen.
Kurssprung am Freitag
Anleger reagierten am Freitag positiv und hievten den Kurs um 4,7 Prozent auf 79,60 Euro. Damit setzt das Papier seinen langfristigen Aufwärtstrend fort. Auf Jahressicht steht ein Plus von über 200 Prozent zu Buche.
In der kommenden Woche rücken die Quartalszahlen des Speicherchip-Riesen Micron in den Fokus. Am 24. Juni liefern diese Daten wichtige Hinweise auf die Investitionsbereitschaft der gesamten Technologiebranche.
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