Nach einer beispiellosen Rally sieht sich der Speicherspezialist SanDisk plötzlich mit erheblichem Gegenwind konfrontiert. Das zeitgleiche Auslaufen einer wichtigen Haltefrist für Insider und ein handfester Skandal im breiteren Hardware-Sektor setzen den Kurs unter Druck. Aus Sorge vor strengeren Exportkontrollen liquidieren Anleger derzeit reihenweise Positionen in Technologie-Werten.
Verantwortlich für das erhöhte Angebot an handelbaren SanDisk-Papieren ist das Ende einer 30-tägigen Sperrfrist. Seit dem 20. März dürfen Führungskräfte und der ehemalige Mutterkonzern Western Digital wieder über gut zwei Millionen Aktien verfügen. Erschwerend kommt hinzu, dass Western Digital seine restliche Beteiligung von 5,8 Millionen SanDisk-Aktien im Wert von 3,17 Milliarden US-Dollar auf den Markt warf. Der Verkaufspreis von 545 US-Dollar lag dabei deutlich unter dem vorherigen Kursniveau. SanDisk selbst fließen aus dieser Transaktion keine Mittel zu.
Schockwelle durch Schmuggel-Skandal
Zur ungünstigsten Zeit traf dieses Überangebot auf ein extrem nervöses Marktumfeld. Auslöser war die Verhaftung von Super-Micro-Mitgründer Wally Liaw wegen eines mutmaßlichen Schmuggelrings für KI-Server im Wert von 2,5 Milliarden US-Dollar. Die Nachricht ließ die Papiere von Super Micro um 28 Prozent einbrechen und zog den gesamten Hardware-Sektor mit nach unten. Investoren befürchten nun schärfere behördliche Prüfungen sowie mögliche Exportstopps für Hochleistungs-Chips und trennen sich daher auch von Speicher-Produzenten.
Operatives Geschäft bleibt robust
Trotz der aktuellen Turbulenzen und einem Kursrückgang von knapp fünf Prozent am Freitag auf 735,64 US-Dollar präsentiert sich das operative Geschäft kerngesund. Im abgelaufenen Quartal steigerte SanDisk den Umsatz im Jahresvergleich um 61 Prozent auf 3,03 Milliarden US-Dollar, getrieben von einem starken Wachstum im Rechenzentrums-Segment. Analysten der Citigroup hoben ihr Kursziel kürzlich auf 875 US-Dollar an und verweisen auf eine anhaltend hohe Nachfrage nach NAND-Speichern, die das Angebot auf absehbare Zeit übersteigen dürfte. Um die eigenen Kapazitäten abzusichern, verlängerte das Unternehmen zudem sein Joint Venture mit Kioxia bis Ende 2034.
Die fundamentale Stärke federt den Verkaufsdruck ab. Mit einer Prognose von bis zu 4,80 Milliarden US-Dollar Umsatz für das dritte Quartal untermauert das Management seine Wachstumsambitionen. Die langfristige Bewertung des Unternehmens, das seit Jahresbeginn bereits über 167 Prozent zugelegt hat, hängt nun maßgeblich davon ab, ob die operativen Margen im KI-Infrastruktur-Ausbau das hohe Niveau halten können.
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