Der schwedische Industriekonzern Sandvik hat am Dienstag seine Zahlen für das vierte Quartal 2025 vorgelegt – und die fallen gemischt aus. Während der Umsatz zulegte, ging der Gewinn zurück. Gleichzeitig kündigt das Management eine höhere Ausschüttung an die Aktionäre an. Was bedeutet das für die weitere Kursentwicklung?
Die Zahlen im Detail: Gewinnrückgang belastet
Im vierten Quartal 2025 sank der auf die Anteilseigner entfallende Nettogewinn um 2 Prozent auf 4,20 Milliarden schwedische Kronen, verglichen mit 4,30 Milliarden im Vorjahr. Das Ergebnis je Aktie fiel von 3,42 auf 3,35 Kronen. Bereinigt lag das Ergebnis je Aktie bei 3,38 Kronen – das war zwar besser als die 3,25 Kronen des Vorjahres, verfehlte aber knapp die Analystenschätzungen von durchschnittlich 3,43 Kronen.
Der Umsatz legte hingegen moderat zu und kletterte von 32,15 auf 32,46 Milliarden Kronen. Das operative Ergebnis verbesserte sich ebenfalls: von 5,75 auf 5,89 Milliarden Kronen. Auch das bereinigte EBITDA stieg leicht um 1 Prozent auf 6,37 Milliarden Kronen.
Währungseffekte drücken auf die Jahresbilanz
Für das Gesamtjahr 2025 fällt die Bilanz auf den ersten Blick ernüchternd aus: Der Umsatz sank um 2 Prozent von 122,9 auf 120,9 Milliarden Kronen. Doch dieser Rückgang ist vor allem Währungseffekten geschuldet. Zu konstanten Wechselkursen betrachtet wuchs der Umsatz um beachtliche 6 Prozent, organisch um 5 Prozent.
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Der Jahresgewinn hingegen legte kräftig zu: Er stieg um satte 20 Prozent von 12,25 auf 14,69 Milliarden Kronen. Das verwässerte Ergebnis je Aktie kletterte von 9,75 auf 11,70 Kronen. Allein im vierten Quartal belasteten Währungseffekte die Marge um 120 Basispunkte, was einem negativen Effekt von 713 Millionen Kronen entspricht.
Starkes Wachstum bei Auftragseingang
Besonders erfreulich entwickelte sich der Auftragseingang: Über das gesamte Jahr hinweg wuchs er um 3 Prozent, zu konstanten Wechselkursen sogar um 11 Prozent. Im vierten Quartal allein legte der Auftragseingang um 4 Prozent zu, bereinigt um Währungseffekte sogar um 15 Prozent.
Vor allem die Sparte Mining and Rock Solutions zeigte sich stark: Der organische Auftragseingang im Bergbaubereich schoss im Schlussquartal um 17 Prozent nach oben, getrieben durch Ausrüstung, Ersatzteile und digitale Technologien. Auch die Sparte Machining and Intelligent Manufacturing überzeugte mit einem organischen Wachstum von 15 Prozent beim Auftragseingang und 11 Prozent beim Umsatz – hier profitierte Sandvik besonders von der Nachfrage aus der Luft- und Raumfahrt sowie dem Medizin- und Verteidigungssektor.
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Dividendenerhöhung und sinkende Verschuldung
Trotz der gemischten Quartalszahlen schlägt der Vorstand eine Dividendenerhöhung vor: Statt 5,75 Kronen sollen die Aktionäre für 2025 nun 6,00 Kronen je Aktie erhalten. Das entspricht einer Gesamtausschüttung von 7,53 Milliarden Kronen, verglichen mit 7,21 Milliarden im Vorjahr. Der Dividendenstichtag ist für den 30. April vorgesehen, die Auszahlung soll am 6. Mai erfolgen.
Positiv entwickelte sich auch die Verschuldungssituation: Die Nettoverschuldung sank von 32,1 auf 26,5 Milliarden Kronen. Das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA verbesserte sich damit von 1,2 auf 0,9. Im Jahr 2025 tätigte Sandvik elf Akquisitionen mit einem Gesamtkaufpreis von 1,58 Milliarden Kronen.
Aktie reagiert zunächst positiv
Am Montag, einen Tag vor der Zahlenvorlage, schloss die Sandvik-Aktie an der Stockholmer Börse 1,77 Prozent höher bei 339 Kronen. CEO Stefan Widing zeigte sich zufrieden: „Starke Finanzergebnisse, bewiesene Widerstandsfähigkeit und bedeutender strategischer Fortschritt fassen nicht nur 2025 zusammen.“ Die Frage bleibt, ob die Mischung aus Gewinnrückgang im Quartal und positiven Jahrestrends ausreicht, um die Anleger nachhaltig zu überzeugen.
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