Sanofi sichert sich wichtige Wachstumstreiber im Reich der Mitte. Die chinesische Arzneimittelbehörde NMPA erteilte am 15. Januar 2026 grünes Licht für gleich zwei innovative Medikamente des französischen Pharmakonzerns: Myqorzo zur Behandlung von obstruktiver hypertropher Kardiomyopathie (oHCM) und Redemplo gegen familiäres Chylomikronämie-Syndrom (FCS). Beide Therapien zielen auf Krankheitsbilder mit enormem unerfülltem medizinischem Bedarf ab.
Herzmuskelerkrankung im Visier
Myqorzo hemmt gezielt das Herzmuskelprotein Myosin und verbessert damit die Funktionsfähigkeit bei Patienten, deren Herzmuskel krankhaft verdickt ist. Die oHCM gilt als häufigste vererbbare Herz-Kreislauf-Erkrankung überhaupt. Die Zulassung basiert auf der Phase-3-Studie SEQUOIA-HCM, die positive Ergebnisse bei symptomatischen Patienten lieferte.
Das Besondere: Sanofi hatte sich die Rechte für Myqorzo in Greater China erst im Dezember 2024 von Corxel Pharmaceuticals gesichert, die diese wiederum von Cytokinetics erworben hatten. In den USA ist das Präparat bereits zugelassen, in Europa steht die finale Entscheidung für das erste Quartal 2026 an.
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RNA-Waffe gegen seltene Fettstoffwechselstörung
Redemplo nutzt RNA-Interferenz-Technologie, um die Produktion des Proteins ApoC-III zu unterdrücken – ein Schlüsselfaktor bei extrem erhöhten Triglycerid-Werten. Patienten mit FCS leiden unter lebensbedrohlichen Komplikationen wie akuter Bauchspeicheldrüsenentzündung, chronischen Bauchschmerzen und Leberverfettung.
Die Zulassung stützt sich auf die Phase-3-Studie PALISADE mit genetisch bestätigten oder klinisch diagnostizierten FCS-Patienten. Neben China ist Redemplo bereits in den USA und Kanada zugelassen, die EU-Entscheidung steht noch aus. Sanofi hatte die Rechte für Greater China im August 2025 von Visirna Therapeutics erworben, einer Tochtergesellschaft von Arrowhead Pharmaceuticals.
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Börse reagiert verhalten
Die Nachricht kam am Markt zunächst durchwachsen an. Nach einem Plus von 1,46 Prozent auf 47,89 US-Dollar am 14. Januar 2026 gab die Sanofi-Aktie im nachbörslichen Handel deutlich nach und fiel um 4,53 Prozent auf 45,72 Dollar.
Olivier Charmeil, Executive Vice President General Medicines bei Sanofi, betonte die langfristige Bedeutung: „Die jüngsten Zulassungen unterstreichen Sanofis langfristiges Engagement, innovative Medikamente für chinesische Patienten bereitzustellen.“ Der chinesische Markt bietet für beide Präparate erhebliches Potenzial – allein aufgrund der schieren Patientenzahl in der Volksrepublik.
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