Starke operative Ergebnisse auf der einen Seite, ein fallender Aktienkurs auf der anderen. Bei Sanofi klaffen Realität und Marktstimmung derzeit weit auseinander. Die neue Vorstandschefin Belén Garijo übernimmt das Ruder in einer Phase, in der Investoren vor allem eines vermissen: kurzfristige Kurstreiber.
Den jüngsten Abwärtsdruck löste eine Neubewertung durch Morgan Stanley aus. Die Analysten senkten ihre Empfehlung auf „Market-Weight“ und reduzierten das Kursziel auf 90 Euro. Als Grund nannten die Experten fehlende große Pipeline-Katalysatoren bis zum Jahr 2027.
Das schickte die Papiere weiter auf Talfahrt. Am Freitag schloss die Aktie bei 73,31 Euro und notiert damit gefährlich nah an ihrem frischen Jahrestief. Der Abstand zur 200-Tage-Linie ist auf über elf Prozent angewachsen. Ein klarer Bruch des mittelfristigen Aufwärtstrends.
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Operatives Geschäft liefert ab
Dabei bietet das Kerngeschäft durchaus Argumente für Optimismus. Im ersten Quartal 2026 steigerte der französische Pharmakonzern seinen währungsbereinigten Umsatz um fast 14 Prozent. Der Gewinn je Aktie legte im gleichen Tempo zu. Das Management bestätigte daraufhin die Jahresziele.
Ein weiterer Stabilitätsanker ist die Ausschüttungspolitik. Anfang Mai zahlte Sanofi eine Dividende von 4,12 Euro je Anteilsschein aus. Es war die 27. Anhebung in Folge. Garijo, die erste Frau an der Spitze des Unternehmens, kann sich somit auf ein solides finanzielles Fundament stützen.
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Transatlantische Kluft bei Cenrifki
Ein differenziertes Bild zeigt sich bei der Entwicklung neuer Medikamente. Für das Multiple-Sklerose-Mittel Cenrifki empfahl die europäische Arzneimittelbehörde kürzlich die Zulassung. Die endgültige Entscheidung der EU-Kommission steht in den kommenden Monaten an.
In den USA sieht die Lage völlig anders aus. Die FDA verweigerte bereits Ende 2025 die Freigabe und verwies auf schwere Leberschäden sowie unklare Wirksamkeitsdaten. Strenge Überwachungsauflagen sollen dieses Risiko nun abmildern. Parallel dazu lieferte das Blockbuster-Medikament Dupixent positive Phase-4-Daten zur Verbesserung der Speiseröhrenfunktion.
Die gesamte Pipeline umfasst aktuell 77 klinische Projekte. Ob diese Masse an Wirkstoffen die fehlenden kurzfristigen Katalysatoren kompensieren kann, bewertet der Markt im Sommer neu. Am 30. Juli präsentiert Sanofi die Ergebnisse für das zweite Quartal.
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