Santander setzt auf eine Doppelstrategie für seine physische Präsenz. Während die Bank in Großbritannien massiv Standorte streicht, investiert sie in den USA in moderne Flaggschiff-Filialen. Das Ziel ist eine „digitale Bank mit Filialen“, die sich auf Beratung statt auf einfache Transaktionen konzentriert.
Kahlschlag in Großbritannien
Allein in diesem Monat schließt Santander 27 britische Standorte. Der Grund ist ein radikaler Wandel im Kundenverhalten. Inzwischen wickeln Kunden rund 96 Prozent aller Transaktionen digital ab. Nach dieser Welle bleiben in Großbritannien noch etwa 305 Filialen übrig.
Die Bank will ihre Kostenquote bis Ende 2028 auf rund 36 Prozent senken. Dafür nutzt der Konzern eine einheitliche globale Technologieplattform. Schlankere Prozesse sollen die Effizienz steigern.
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Modernisierungskurs in den USA
Parallel dazu modernisiert Santander sein US-Geschäft. Mehr als 60 Standorte erhalten noch in diesem Jahr ein Upgrade. Der Fokus verschiebt sich dort auf die Vermögensverwaltung und die Unterstützung kleiner Unternehmen. Kleinere Filialen im Nordosten der USA weichen größeren Zentren mit moderner Beratungstechnik.
Dieser Umbau ergänzt die US-Expansion. Eine im Frühjahr 2025 gestartete Digitalplattform sammelte bereits über 11 Milliarden Euro an Einlagen ein. Die Strategie scheint aufzugehen.
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Gewinnplus und hohe Bewertung
Die Zahlen für das erste Quartal 2026 unterstreichen den Kurs. Der bereinigte Gewinn stieg um 12 Prozent auf 3,56 Milliarden Euro. Der Umsatz kletterte zeitgleich auf 15,14 Milliarden Euro. Die Profitabilität, gemessen an der Eigenkapitalrendite (RoTE), verbesserte sich auf 15,2 Prozent.
An der Börse kam die Entwicklung zuletzt gut an. Auf Sicht von zwölf Monaten legte die Aktie um rund 60 Prozent zu. Mit einem RSI von über 90 gilt das Papier aktuell jedoch als technisch überkauft. Gestern schloss der Wert bei 10,13 Euro.
Die Bank treibt die Integration globaler Plattformen weiter voran. Das soll die Effizienz um rund 250 Basispunkte verbessern. Im zweiten Halbjahr 2026 steht zudem der Abschluss der Übernahme der Webster Financial Corporation an. Die behördliche Genehmigung für diesen Zukauf steht noch aus.
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