Santander setzt voll auf Künstliche Intelligenz. Die spanische Großbank will bis 2028 einen massiven Geschäftswert durch den Einsatz von KI-Technologien schaffen. Während die Aktie am Dienstag leicht nachgibt, zeigen erste Daten aus Brasilien und Großbritannien bereits deutliche Effizienzsprünge.
Effizienz durch Automatisierung
Das Management verfolgt eine klare Mission. Alle 185.000 Mitarbeiter weltweit erhalten Zugriff auf generative KI-Tools. Bis Ende 2028 soll diese Strategie über eine Milliarde Euro an zusätzlichem Wert durch höhere Einnahmen und Kostensenkungen einbringen.
Erste Erfolge zeichnen sich ab. Im ersten Quartal 2026 generierten KI-Anwendungen bereits 35 Millionen Euro. Bis Jahresende soll dieser Wert auf über 200 Millionen Euro steigen.
In Brasilien beschleunigt die Technik die Betrugserkennung bei Kreditkarten um 95 Prozent. Fast alle Prozesse laufen dort inzwischen vollautomatisch. In Großbritannien übernimmt die KI derweil 40 Prozent der Kundenanfragen per Telefon.
Expansion und Portfolio-Management
Abseits der Technik treibt Santander die Expansion in den USA voran. Die US-Aufsicht OCC genehmigte unter Auflagen die Fusion mit der Webster Bank. Das Volumen des Deals beläuft sich auf 12,2 Milliarden US-Dollar.
Parallel dazu agiert das Institut als Berater für Großinvestoren. Mubadala Capital hat die Bank beauftragt, den Verkauf einer Mehrheitsbeteiligung am brasilianischen Unternehmen HMobi zu steuern.
An der Börse notiert die Aktie aktuell bei 11,87 Euro. Trotz des leichten Tagesverlusts von 1,44 Prozent bleibt der langfristige Trend stabil. Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein Kursplus von rund 72 Prozent. Der Abschluss der Webster-Fusion ist noch für das laufende Jahr 2026 geplant.
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