SAP Aktie: 10 Milliarden EUR Rückkauf bis 2027

Vor der Veröffentlichung der Quartalszahlen steht SAP unter Druck durch geopolitische Risiken, schwache Konjunkturdaten und einen stark gefallenen Aktienkurs. Der Fokus liegt auf Cloud-Umsatz und Auftragsbestand.

SAP Aktie
Kurz & knapp:
  • Aktienkurs deutlich unter Jahreshoch
  • Geopolitische Unsicherheiten belasten Markt
  • Management hält an Finanzzielen fest
  • Cloud-Kennzahlen als zentraler Fokus

Zwei Tage vor den Quartalsergebnissen steht SAP unter Druck — und das gleich auf mehreren Fronten. Geopolitische Risiken, schwache Konjunkturdaten und ein Kurs, der seit Jahresbeginn rund 25 Prozent verloren hat, prägen das Bild vor dem wichtigsten Termin des Quartals.

Markt setzt SAP zu

Der DAX gab am Dienstag um 0,6 Prozent auf 24.271 Punkte nach. Treiber war die Unsicherheit rund um die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran, die am 22. April ausläuft — mit potenziellen Folgen für die Straße von Hormus. Hinzu kamen schwächer als erwartet ausgefallene ZEW-Konjunkturerwartungen für April, die europäische Technologietitel besonders trafen.

SAP schloss am Dienstag bei 151,10 Euro. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 271,60 Euro beträgt mittlerweile rund 44 Prozent — ein deutliches Abbild der Stimmungslage bei europäischen Tech-Werten.

Langfriststrategie bleibt unverändert

Das Management hält an seinen Zielen fest. Das laufende Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu 10 Milliarden Euro soll bis 2027 fortgesetzt werden. Für 2026 strebt SAP einen freien Cashflow von 10 Milliarden Euro an.

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Analysten rechnen für das Gesamtjahr mit einem Gewinn je Aktie von 7,18 Euro. Die erwartete Dividende liegt bei 2,67 Euro — nach vorgeschlagenen 2,50 Euro für das Geschäftsjahr 2025, die im Mai ausgezahlt werden sollen.

Donnerstag wird richtungsweisend

Am 23. April veröffentlicht SAP die Ergebnisse für das erste Quartal 2026. Der Marktkonsens erwartet einen Umsatz von 9,56 Milliarden Euro und einen Gewinn je Aktie von 1,64 Euro. Das Hauptaugenmerk liegt auf dem Cloud-Umsatzwachstum und dem Cloud-Auftragsbestand — den beiden Kennziffern, an denen der Markt SAPs Transformationskurs am stärksten misst.

Wer auf eine Stabilisierung setzt, bekommt am Donnerstagmorgen die erste belastbare Antwort.

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Über Dieter Jaworski 3312 Artikel

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Mein Ziel ist es, Ihnen zu helfen, Ihre Finanzen selbstbewusst und systematisch zu steuern. Ich setze auf praxiserprobte Strategien, die auf fundierten Kennzahlen und klaren Regeln basieren – ohne Hype oder kurzfristige Spekulation.

Mein Weg: Von Siemens-Aktien zur professionellen Analyse

Meine Faszination für Finanzen begann früh. Die ersten eigenen Aktien (Siemens-Belegschaftsaktien 1980) weckten mein Interesse. Während meines Elektrotechnikstudiums vertiefte ich mich im Selbststudium in die Analyse von Aktien und Unternehmensdaten. Die Dotcom-Blase um 2000 war eine prägende Erfahrung – der Verlust von 50% des Kapitals verdeutlichte mir schmerzhaft: „Gier frisst Hirn“. Diese Lektion führte zur Entwicklung disziplinierter Strategien im Bereich Value Investing und Momentum.

Parallel zu meiner wachsenden Finanzexpertise war ich 29 Jahre bei Siemens in internationalen Positionen tätig (u.a. Netzplanung, technische Großprojekte, Vertriebsleitung). Diese Zeit verschaffte mir tiefe Einblicke in die Abläufe und Kennzahlen großer Konzerne – ein unschätzbarer Vorteil für die heutige Aktienbewertung. Ich war zudem im Research-Team eines Finanzinstituts und als Gutachter für einen Wirtschaftsverlag tätig.

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