Der Milliarden-Rückkauf läuft, der Kurs fällt trotzdem. Mit einem neuen 52-Wochen-Tief bei 139,72 Euro hat die SAP-Aktie heute einen weiteren schmerzhaften Tiefpunkt erreicht — fast 49 Prozent unter dem Allzeithoch. Ein laufendes Rückkaufprogramm über zehn Milliarden Euro, von dem bis Juli bereits 2,6 Milliarden investiert werden sollen, zeigt bislang keine sichtbare Wirkung.
Zölle treffen die Kundschaft, nicht die Software
Das eigentliche Problem ist indirekter Natur. SAP-Software lässt sich nicht verzollen — Cloud-Dienste passieren keine Grenze. Was Anleger beunruhigt, ist der Druck auf SAPsIndustriekunden: Viele Unternehmen aus dem produzierenden Gewerbe leiden unter den neuen US-Importaufschlägen und könnten als Reaktion IT-Budgets kürzen. Teure Cloud-Migrationen, die für SAPs Wachstum essenziell sind, drohen verschoben zu werden.
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Ob sich diese Investitionszurückhaltung bereits in den Auftragsbüchern niederschlägt, wird der Current Cloud Backlog im Q1-Bericht zeigen. Das Zahlenwerk erscheint am 23. April 2026.
Reltio-Deal stärkt Datenbasis für KI
Parallel zur Kursschwäche treibt SAP seine KI-Strategie voran. Das Unternehmen hat die Übernahme von Reltio angekündigt, einem Anbieter von Master-Data-Management-Software. Reltios Plattform nutzt KI-basierte Entity-Resolution, um Datensätze aus verschiedenen Anwendungen zu einem einzigen konsistenten Datensatz zusammenzuführen — dem sogenannten „Golden Record“. Das soll die SAP Business Data Cloud stärken und Unternehmensdaten KI-tauglich machen. Bei einer Finanzierungsrunde vor rund vier Jahren wurde Reltio mit 1,7 Milliarden Dollar bewertet; aktuelle Konditionen nannte SAP nicht. Der Abschluss ist für das zweite oder dritte Quartal 2026 geplant.
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Fundamentaldaten stabil, Prognose unter Beobachtung
Die operative Basis bleibt solide. 2025 wuchs der Cloud-Umsatz um 23 Prozent, der Free Cashflow erreichte 8,24 Milliarden Euro. Für 2026 peilt das Management ein währungsbereinigtes Cloud-Umsatzwachstum von 23 bis 25 Prozent an.
Analysten erwarten für das erste Quartal einen Gesamtumsatz von 9,56 Milliarden Euro — und für das Gesamtjahr einen Gewinn je Aktie von 7,31 Euro. Nach dem Q1-Bericht am 23. April folgen die Hauptversammlung am 5. Mai in Walldorf und die Financial Analyst Conference am 13. Mai in Orlando. Ein stabiles Cloud-Wachstum trotz des schwierigen Industrieumfelds wäre das Signal, das die Aktie nach einem Jahresverlust von über 30 Prozent dringend benötigt.
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