SAP Aktie: DAX-Schlusslicht schlägt zu

Der SAP-Kurs erreicht ein 52-Wochen-Tief, während das Unternehmen mit einem massiven Aktienrückkauf reagiert. Analysten bewerten die Lage trotz der charttechnischen Schwäche unterschiedlich.

SAP Aktie
Kurz & knapp:
  • Schlechteste Quartalsperformance im gesamten DAX
  • Millionenschweres Rückkaufprogramm läuft auf Hochtouren
  • Analysten halten überwiegend an Kaufempfehlungen fest
  • Kommende Quartalszahlen als nächster Prüfstein

Das erste Quartal 2026 verlief für den Walldorfer Softwarekonzern alles andere als nach Plan. Während der Gesamtmarkt leicht zulegte, rutschte das Papier an das absolute Tabellenende des deutschen Leitindex. Um dem anhaltenden Verkaufsdruck etwas entgegenzusetzen, greift das Management nun tief in die Kasse und sammelt in hohem Tempo eigene Anteile am Markt ein.

Schwache Bilanz im Auftaktviertel

Mit einem Minus von fast 30 Prozent markiert der Softwarehersteller die schwächste Einzelleistung im DAX zwischen Januar und Ende März. Dieser Abwärtstrend spiegelt sich auch in der Jahresperformance wider, die aktuell bei -26,60 Prozent liegt. Erst am vergangenen Freitag markierte der Kurs bei 142,34 Euro ein neues 52-Wochen-Tief. Technische Analysten werten solche Bewegungen als kurzfristiges Short-Signal, zumal sich die Marktkapitalisierung in den vergangenen Monaten erheblich reduziert hat. Andere Index-Schwergewichte wie RWE oder Siemens Energy verbuchten im selben Zeitraum zweistellige Zugewinne.

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Millionenprogramm als Stütze

Das Unternehmen nutzt das gedrückte Kursniveau konsequent für sein laufendes Aktienrückkaufprogramm. Allein in der letzten Märzwoche flossen rund 590,5 Millionen Euro in den Erwerb eigener Papiere über die Börse Xetra. Die konkreten Transaktionsdaten der Kalenderwoche 13 unterstreichen das hohe Tempo der Maßnahme:

  • Kauf von 3.989.394 Aktien
  • Durchschnittlicher Erwerbspreis von 148,08 Euro
  • Tagesvolumen von jeweils über 800.000 Stück am 26. und 27. März

Seit dem Start des Programms im Jahr 2026 summieren sich die Rückkäufe damit bereits auf 13.933.129 Anteile.

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Analysten bleiben mehrheitlich optimistisch

Trotz der trüben charttechnischen Verfassung und eines gestrigen Schlusskurses von 148,26 Euro halten viele institutionelle Beobachter an ihren positiven Einschätzungen fest. Barclays, Jefferies und UBS bestätigten im März ihre Kaufempfehlungen für den Titel. JPMorgan positioniert sich mit einer neutralen Haltung etwas vorsichtiger, während die DZ Bank das Papier aktuell zum Verkauf stellt.

Die fundamentale Neubewertung der Aktie richtet sich nun auf die kommenden operativen Quartalszahlen. Das Management muss mit konkreten Geschäftsdaten belegen, dass die massiven Kapitalabflüsse für die Aktienrückkäufe durch eine stabile operative Entwicklung im Kerngeschäft gedeckt sind.

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