Der Softwarekonzern SAP drückt bei der Cloud-Migration seiner Kunden aufs Tempo. An der Börse erntet das DAX-Schwergewicht dafür aktuell keinen Applaus. Im Gegenteil. Die Papiere markieren neue Tiefststände, während das Marktumfeld für Technologiewerte spürbar abkühlt.
Im heutigen Handel rutschte das Papier auf 135,58 Euro ab. Zeitweise berührte der Kurs sogar ein neues Jahrestief bei exakt 135 Euro. Seit Jahresbeginn beläuft sich das Minus damit auf fast 33 Prozent.
Den Ausverkauf treibt auch das makroökonomische Umfeld. Die US-Notenbank signalisiert für das zweite Halbjahr einen restriktiveren Kurs. Parallel dazu saugen große Börsengänge wie jener von SpaceX aktuell Liquidität aus dem Technologiesektor.
Strategischer Zukauf für die Cloud
Um dem operativ zu begegnen, investiert das Management in externe Technologie. SAP beteiligt sich an einer Finanzierungsrunde für das Londoner Startup Conduct. Insgesamt sammelte das junge Unternehmen 60 Millionen US-Dollar ein.
Hinter dem Einstieg steht ein enormer Zeitdruck. Rund die Hälfte der weltweiten Kunden nutzt noch das alte Kernsystem SAP ECC. Der Mainstream-Support für diese Software läuft Ende 2027 aus. Conduct automatisiert die komplexe Code-Analyse für den zwingenden Wechsel in die Cloud.
Wandel im Vertrieb
Abseits der technologischen Migration verändert sich das klassische Softwaregeschäft. Mittlerweile bevorzugen 67 Prozent der B2B-Käufer rein digitale Einkaufsprozesse. Sie verzichten komplett auf den Kontakt zu Vertriebsmitarbeitern.
Das Unternehmen reagiert darauf mit dem eigenen SAP Store. Dort finden Kunden heute über 3.600 verschiedene Lösungen. Wer Software über solche Plattformen beschafft, spart laut Branchenberichten bis zu 20 Prozent der üblichen Kosten.
Charttechnisch bleibt die Lage vorerst angespannt. Der Kurs notiert mit einem RSI im stark überverkauften Bereich. Auch die wichtige 200-Tage-Linie verläuft weit entfernt über dem aktuellen Niveau.
Neue fundamentale Impulse liefert der 23. Juli 2026. An diesem Datum präsentiert der Vorstand die Ergebnisse für das zweite Quartal. Analysten erwarten für das Gesamtjahr aktuell einen Gewinn von 7,22 Euro je Aktie.
SAP-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue SAP-Analyse vom 18. Juni liefert die Antwort:
Die neusten SAP-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SAP-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 18. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
SAP: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


