SAP baut seine globale Präsenz weiter aus. Der Softwarekonzern eröffnet ein neues Rechenzentrum im indischen Mumbai. Damit stärkt das Unternehmen sein wichtiges Cloud-Geschäft in Asien. An der Börse verpufft diese Nachricht allerdings völlig.
Die Aktie schloss am Freitag bei 141,52 Euro. Allein in der vergangenen Woche verlor das Papier rund zwölf Prozent an Wert. Seit Jahresbeginn summiert sich der Kursverlust auf fast 30 Prozent.
Der Abwärtstrend ist massiv. Die Notierung nähert sich gefährlich dem 52-Wochen-Tief von 135,52 Euro. Vom langfristigen 200-Tage-Durchschnitt ist der Kurs mittlerweile fast ein Viertel entfernt. Ein klarer Bärenmarkt.
Sorge um die Gewinnmargen
Der Ausbau der Cloud- und KI-Infrastruktur kostet viel Geld. Marktbeobachter diskutieren zunehmend über die kurzfristige Profitabilität dieser Investitionen. JPMorgan stuft die SAP-Aktie daher nur auf „Neutral“ ein.
Die US-Bank sieht das Kursziel bei 175 Euro. Die Analysten hinterfragen konkret die Auswirkungen der hohen Ausgaben auf die Margen. SAP muss die teure Integration von künstlicher Intelligenz in seine Geschäftsmodelle stemmen. Das Rechenzentrum in Mumbai ist Teil dieser Strategie.
Blick auf das Kerngeschäft
Das Management positioniert den Konzern für die wachsende Nachfrage nach digitalen Geschäftsprozessen. Für eine Trendwende an der Börse müssen nun harte Zahlen folgen. Investoren achten künftig strikt auf das Wachstum der Cloud-Umsätze und den Auftragsbestand. Diese beiden Kennzahlen entscheiden über die mittelfristige Bewertung der Aktie.
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