Zehn Milliarden Euro für den eigenen Aktienkurs — und trotzdem befindet sich die SAP-Aktie heute auf einem neuen 52-Wochen-Tief. Das Rückkaufprogramm, eines der größten in der DAX-Geschichte, konnte den anhaltenden Abwärtsdruck bisher nicht brechen. Seit Jahresbeginn hat die Aktie rund 27 Prozent verloren.
Warum das Programm verpufft
Den unmittelbaren Auslöser für die jüngste Schwäche lieferte JPMorgan: Die US-Investmentbank stufte SAP Ende März von „Overweight“ auf „Neutral“ herab. Erholungsversuche, die den Kurs zwischenzeitlich auf knapp 162 Euro getragen hatten, verpufften damit schnell. Der aktuelle Kurs liegt rund 30 Prozent unterhalb des 200-Tage-Durchschnitts — ein deutliches Zeichen, wie tief der Titel in diesem Jahr gefallen ist.
Erschwerend kommt hinzu, dass eine US-Anwaltskanzlei derzeit eine Sammelklage wegen möglichen Wertpapierbetrugs prüft. Hintergrund ist ein Kurseinbruch im Herbst 2024, nachdem bekannt wurde, dass das US-Justizministerium seit 2022 wegen des Verdachts ermittelt, SAP habe Behörden systematisch überhöhte Preise berechnet.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei SAP?
Aufräumen und Umbauen gleichzeitig
Auf der anderen Seite hat SAP zuletzt einen handfesten Unsicherheitsfaktor beseitigt. Der jahrelange Rechtsstreit mit dem Datenbankspezialisten Teradata endete Mitte Februar mit einem Vergleich über 480 Millionen US-Dollar — ein Geschworenenprozess, der eigentlich Ende März hätte stattfinden sollen, ist damit vom Tisch.
Operativ zeigt sich SAP robust. Der Umsatz lag 2025 bei 36,8 Milliarden Euro; Analysten erwarten für das laufende Jahr einen Anstieg auf rund 40,6 Milliarden Euro. Das Cloud-Segment soll währungsbereinigt um 23 bis 25 Prozent wachsen. Ab Juli 2026 will SAP zudem das klassische Abomodell durch verbrauchsbasierte Abrechnung für KI-Dienste ersetzen — ein struktureller Umbau, der das Geschäftsmodell grundlegend verändert.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei SAP?
Analysten bleiben konstruktiv
Trotz des Kursdrucks ist das Bild unter Analysten eindeutig: 71 Prozent der 35 abdeckenden Analysten empfehlen die Aktie zum Kauf, der Konsens beim Kursziel liegt bei 243,50 Euro. Bank of America und andere Häuser werten Kursniveaus unter 180 bis 200 Euro als Unterbewertung.
Den nächsten konkreten Prüfstein liefert SAP am 23. April mit den Q1-Zahlen. Dann zeigt sich, ob die Buchungen im Cloud- und KI-Segment den optimistischen Prognosen standhalten — und ob das Rückkaufprogramm tatsächlich als stabilisierender Anker wirken kann.
SAP-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue SAP-Analyse vom 25. März liefert die Antwort:
Die neusten SAP-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SAP-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 25. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
SAP: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


