Zehn Milliarden Euro Rückkaufvolumen, und die Aktie notiert trotzdem nahe ihrem Jahrestief. SAP verliert seit Jahresbeginn über 26 Prozent — ein Rückgang, der zeigt, wie wenig kapitalmarktpolitische Maßnahmen gegen fundamentale Unsicherheiten ausrichten können.
Zölle belasten indirekt
Das direkte Exposure gegenüber US-Importzöllen ist bei SAP gering. Cloud-Software lässt sich nicht verzollen. Das eigentliche Risiko sitzt bei den Kunden: Das produzierende Gewerbe gehört traditionell zu den wichtigsten Abnehmern — und genau diese Branche trifft es hart. Neue Abgaben von 10 Prozent, mit geplantem Anstieg auf 15 Prozent, erhöhen den Druck auf Industrieunternehmen, ihre IT-Budgets zu überprüfen. Teure Cloud-Migrationen könnten verschoben werden.
Strukturell ist SAP dabei weniger anfällig als klassische Hardwarehersteller. Weniger als zehn Prozent des globalen Umsatzes entfallen auf Asien-Pazifik einschließlich China.
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Was Analysten erwarten
JPMorgan stufte SAP Ende März von „Overweight“ auf „Neutral“ herab — mit Verweis auf einen nur langsam wachsenden Cloud-Auftragsbestand und strategische Unsicherheiten. Barclays-Analyst Sven Merkt senkte das Kursziel von 240 auf 220 Euro, hält aber an „Overweight“ fest. Zwischen dem aktuellen Kurs von rund 149 Euro und dem Analystenkonsens klafft damit eine erhebliche Lücke — entstanden durch die Guidance-Korrektur im Januar und das JPMorgan-Downgrade.
Für das erste Quartal 2026 rechnen Analysten mit einem Gewinn je Aktie von 1,64 Euro. Der Konsens für das Gesamtjahr liegt bei 7,31 Euro Gewinn und 40,6 Milliarden Euro Umsatz — rund 10 Prozent mehr als in den vergangenen zwölf Monaten.
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Der Kalender bis zum Sommer
SAP befindet sich aktuell in der Quiet Period; das Management darf sich bis zur Ergebnisveröffentlichung nicht zur laufenden Geschäftsentwicklung äußern. Der Quartalsbericht am 23. April 2026 wird zeigen, ob das Cloud-Wachstum trotz des schwierigeren Umfelds stabil geblieben ist und ob KI-Funktionen bereits messbar zu neuen Vertragsabschlüssen beitragen.
Am 5. Mai folgt die virtuelle Hauptversammlung, auf der eine Dividende von 2,50 Euro je Aktie zur Abstimmung steht. Am 13. Mai findet die Financial Analyst Conference in Orlando statt. Bleibt das Cloud-Wachstum im April robust, dürfte das die Grundlage für eine Neubewertung der Aktie liefern — andernfalls gerät der Konsens von 7,31 Euro Jahresgewinn unter Druck.
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