Der Kurssturz von 6,4 Prozent am Dienstag hat bei Charles Schwab für Aufsehen gesorgt. Auslöser war die Ankündigung des Fintech-Startups Altruist, KI-gestützte Steuerplanungs-Features einzuführen. Doch CEO Rick Wurster wehrt sich vehement gegen die Sorgen der Anleger – und wirft dem Markt vor, die Position des Brokers im KI-Wettbewerb völlig zu verkennen.
Die Reaktion war heftig: Nicht nur Schwab rutschte ab, auch LPL Financial verlor 8,3 Prozent, Raymond James 7 Prozent und Stifel Financial 6,5 Prozent. Selbst Morgan Stanley gab 2,8 Prozent nach. Die Befürchtung der Investoren: KI-First-Startups wie Altruist könnten etablierte Broker bei komplexen Dienstleistungen verdrängen, die bislang teure menschliche Berater erforderten.
Vorstand sieht Schwab als KI-Gewinner
In einem Bloomberg-Interview am Mittwoch zeigte sich Wurster überrascht vom Marktverhalten. „Wir profitieren von KI und setzen sie im Kundenkontakt ein“, betonte der CEO. Schwab nutze bereits das KI-gestützte Wealth.com in der Kundenberatung. Die Technologie habe messbare Erfolge gebracht: Die Kosten pro Kundenkonto seien um 21 Prozent gesunken.
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Wurster machte deutlich, dass er die Verkaufswelle für ungerechtfertigt hält. „Der Markt übersieht, dass wir ein Gewinner im KI-Bereich sind“, sagte er. Die Sorge vor Disruption durch Startups sei in seinem Fall fehl am Platz.
Insider-Verkäufe sorgen für Gesprächsstoff
Parallel zum KI-Drama sorgte eine weitere Meldung für Aufsehen: Co-Chairman Walter Bettinger verkaufte am 6. Februar 67.514 Aktien zu einem Durchschnittspreis von 104,25 Dollar – Gegenwert 7,04 Millionen Dollar. Am selben Tag übte er Optionen aus, um 67.514 Aktien zu 42,99 Dollar zu erwerben.
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Nach dem Verkauf hält Bettinger noch 529.346 indirekt gehaltene Aktien. Weitere Anteile besitzt er über einen Family Trust und andere Programme. UBS hat das Kursziel für Schwab kürzlich auf 125 Dollar angehoben und das Buy-Rating bestätigt. Truist Securities folgte mit einem Ziel von 122 Dollar und verweist auf stärkere Nettozinserträge.
Die Dividende wurde um 19 Prozent auf 0,32 Dollar je Aktie erhöht – zahlbar am 27. Februar. Das Umsatzwachstum für 2026 wird bei 10,6 Prozent erwartet, leicht über der Unternehmensführung. Ob die KI-Ängste berechtigt sind oder Wurster recht behält, dürfte sich in den kommenden Quartalen zeigen.
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