Starke Nerven sind bei Scottish Mortgage derzeit Pflicht. Die Aktie verlor auf Wochensicht über sieben Prozent an Wert. Dabei steht der Investmentgesellschaft das wichtigste Ereignis des Jahres erst noch bevor.

Dividende und neue Buchwerte

Am Mittwoch rutschte der Kurs leicht auf 16,69 Euro ab. Ein Teil dieser Schwäche hat rein technische Gründe. Am morgigen Donnerstag wird das Papier ex-Dividende gehandelt. Neue Käufer haben dann keinen Anspruch mehr auf die anstehende Ausschüttung.

Passend dazu veröffentlichte das Management frische Zahlen zum inneren Wert. Der sogenannte „Cum Fair“ Net Asset Value lag am Dienstagabend bei exakt 1470,32 Pence. Ohne die laufenden Jahreseinnahmen beziffert der Trust den Wert auf 1468,34 Pence.

Makro-Druck bremst Wachstumsfantasie

Die eigentliche Belastung kommt derzeit aus den USA. Die amerikanische Verbraucherpreisinflation verharrte im Mai bei 4,2 Prozent. Die Kernrate lag bei 2,9 Prozent. Das schürt an der Wall Street Ängste vor anhaltend hohen Zinsen.

Ein solches Umfeld ist Gift für hoch bewertete Wachstumsunternehmen. Genau hier liegt der Schwerpunkt von Scottish Mortgage. Das Portfolio umfasst große Positionen an privaten Tech-Schwergewichten. Dazu gehören bekannte Namen wie Anthropic, Stripe und Revolut.

Der SpaceX-Faktor

Alle Augen richten sich nun auf den kommenden Freitag. Dann plant das Raumfahrtunternehmen SpaceX seinen mit Spannung erwarteten Börsengang. Die Nachfrage ist enorm. Berichten zufolge ist die Emission bei einer Bewertung von 1,7 Billionen US-Dollar bereits vierfach überzeichnet.

Für Scottish Mortgage steht hier enorm viel auf dem Spiel. SpaceX macht Schätzungen zufolge zwischen 17,9 und 21 Prozent des gesamten Trust-Portfolios aus. Ein erfolgreiches Debüt an der Wall Street könnte den jüngsten Abwärtstrend der Aktie sofort umkehren.