Scottish Mortgage: Dividende zum 43. Mal erhöht

Scottish Mortgage meldet NAV-Plus von 27,4% und kehrt nach 1,3 Mrd. Pfund Rückkäufen zur Aktienemission zurück.

Scottish Mortgage Investment Aktie
Kurz & knapp:
  • NAV-Wachstum von 27,4 Prozent
  • Rückkaufprogramm über 1,31 Milliarden Pfund
  • Erste Aktienemission seit Jahren
  • 43. Dividendensteigerung in Folge

Scottish Mortgage Investment Trust meldet für das Geschäftsjahr bis Ende März 2026 einen Nettoinventarwert-Zuwachs von 27,4 Prozent — neun Prozentpunkte über dem FTSE All-World Index. Parallel dazu vollzieht der Trust eine bemerkenswerte Kehrtwende: Nach einem milliardenschweren Rückkaufprogramm emittiert das Unternehmen erstmals seit langem wieder neue Aktien zu einem Aufschlag auf den NAV.

Rückkäufe im Rekordvolumen

Über das gesamte Geschäftsjahr hinweg kaufte Scottish Mortgage eigene Anteile im Volumen von 1,31 Milliarden Pfund zurück. Die Maßnahme zielte darauf ab, den Abschlag zum Nettoinventarwert zu stabilisieren, der zum Bilanzstichtag bei 9,5 Prozent lag. Inzwischen hat sich das Bild gedreht: Am 6. Mai 2026 emittierte der Trust 1,55 Millionen Aktien aus dem eigenen Bestand zu 1.445,45 Pence je Stück — mit Aufschlag zum NAV. Die starke Nachfrage ermöglichte erstmals seit Jahren wieder eine Kapitalaufnahme über dem rechnerischen Wert.

Der Aktienkurs notiert aktuell bei 17,84 Euro, nach einem Minus von 1,3 Prozent am heutigen Montag. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 28,4 Prozent zu Buche. Das 52-Wochen-Hoch bei 18,85 Euro wurde am 25. Mai erreicht, nur eine Woche vor Veröffentlichung des Jahresberichts.

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Dividende zum 43. Mal erhöht

Scottish Mortgage bleibt Mitglied der AIC „Dividend Heroes“ und erhöhte die Ausschüttung zum 43. Mal in Folge. Die Gesamtdividende für das Geschäftsjahr beträgt 4,57 Pence je Aktie, ein Anstieg um 4,3 Prozent. Die Schlussdividende von 2,97 Pence wird am 10. Juli 2026 ausgezahlt.

Das Gesamtvermögen der Aktionäre kletterte auf 13,82 Milliarden Pfund, nach 12,08 Milliarden im Vorjahr. Die Verschuldungsquote sank auf elf Prozent, nach 13 Prozent im Vorjahr — allerdings primär durch das organische Portfoliowachstum, nicht durch Schuldentilgung. Die Fremdkapitalkosten blieben bei 3,6 Prozent stabil.

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Neue Flexibilität bei Private-Market-Investments

Im April 2026 stimmten die Aktionäre einer Satzungsänderung zu, die dem Management zusätzlichen Spielraum bei nicht börsennotierten Beteiligungen einräumt. Überschreitet das Portfolio die regulären Limits, können die Manager nun gezielter in wachstumsstarke Private-Market-Unternehmen investieren, ohne bestehende Positionen vorzeitig veräußern zu müssen.

Das Board stufte im aktuellen Jahresbericht das Diskont-Risiko als „rückläufig und moderat“ ein. Das Cyber-Sicherheitsrisiko wurde hingegen auf „moderat und steigend“ hochgestuft. Das Management sieht den Trust weiterhin für strukturelle Verschiebungen in KI-Infrastruktur und digitaler Finanzwirtschaft positioniert.

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