Scottish Mortgage: Dritte Emission in einer Woche

Der Trust emittiert erneut Aktien oberhalb des Nettoinventarwerts und nutzt die hohe Nachfrage für Kapitalstärkung.

Scottish Mortgage Investment Aktie
Kurz & knapp:
  • Dritte Aktienplatzierung binnen sieben Tagen
  • Ausgabepreis über dem Nettoinventarwert
  • SpaceX-IPO als Kurstreiber im Portfolio
  • Erweitertes Mandat für Privatbeteiligungen

Scottish Mortgage hat in dieser Woche bereits zum dritten Mal neue Aktien aus dem Treasury platziert — und das jeweils oberhalb des Nettoinventarwerts. Was nach technischer Routine klingt, markiert tatsächlich eine strategische Kehrtwende: Nach zwei Jahren massiver Rückkäufe ist der Trust wieder im Ausgabemodus.

Am 21. Mai 2026 emittierte die Gesellschaft 2,2 Millionen Aktien zu einem Preis von 1.476,17 Pence je Aktie. Tags zuvor waren es 2,4 Millionen Aktien zu 1.466,46 Pence, Anfang Mai bereits 600.000 Stück zu 1.428,50 Pence. Nach der jüngsten Transaktion hält Scottish Mortgage noch rund 382 Millionen Aktien im Treasury, bei insgesamt gut 1,1 Milliarden ausgegebenen Titeln.

Vom Rabatt zur Prämie

Der Kontext macht die Dimension dieser Bewegung deutlich. Über die vergangenen zwölf Monate hatte der Trust im Schnitt mit einem Abschlag von 8,06 Prozent auf seinen Nettoinventarwert gehandelt — Anleger bekamen die Beteiligungen also günstiger als deren berechneten Wert. Das hat sich gedreht. Seit April 2026 notiert Scottish Mortgage mit einem Aufschlag, und das Management nutzt das Fenster konsequent: Wer Aktien über NAV ausgeben kann, verwässert Bestandsaktionäre nicht und stärkt gleichzeitig die Kapitalbasis.

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Zwischen 2024 und 2025 hatte der Trust für rund drei Milliarden Pfund eigene Aktien zurückgekauft. Diese Rückkäufe reduzierten den Anteil börsennotierter Beteiligungen — und hoben damit automatisch das Gewicht der Privatunternehmen im Portfolio.

SpaceX als Kurskatalysator

Hinter der Prämien-Bewertung steckt vor allem eine Position: SpaceX macht mit rund 19 Prozent des Nettovermögens den größten Einzelposten aus. Scottish Mortgage investierte 2018 erstmals 200 Millionen Dollar in das Raumfahrtunternehmen; heute beläuft sich der Wert dieser Beteiligung auf etwa 3,3 Milliarden Dollar. Berichten zufolge plant SpaceX für Juni 2026 einen Börsengang bei einer Bewertung zwischen 1,75 und 2 Billionen Dollar — ein Ereignis, das erhebliche stille Reserven im Portfolio heben würde.

Hinzu kommen Positionen in ByteDance und Stripe, beide ebenfalls mit Börsenplänen. Im KI-Bereich hält der Trust eine Beteiligung an Anthropic, auf der Listenseite dominieren Nvidia und ASML.

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Die Kursentwicklung spiegelt die veränderte Stimmung: Seit Jahresbeginn legte die Aktie rund 25 Prozent zu und notiert nahe ihrem 52-Wochen-Hoch von 17,41 Euro.

Erweitertes Mandat für Privatbeteiligungen

Strukturell untermauert wird die Ausgabeaktivität durch eine Mandatserweiterung, die Aktionäre am 10. April 2026 mit 99,7 Prozent Zustimmung beschlossen. Das neue Regelwerk erlaubt dem Trust, bis zu 250 Millionen Pfund zusätzlich in nicht börsennotierte Unternehmen zu investieren — selbst dann, wenn die bestehende 30-Prozent-Obergrenze für Privatbeteiligungen bereits überschritten ist. Diese Kapazität entspricht etwa 1,7 Prozent des Gesamtvermögens und muss ab 2027 jährlich auf der Hauptversammlung erneuert werden.

Die nächste Hauptversammlung findet am 2. Juli 2026 in den National Galleries of Scotland in Edinburgh statt. Mit drei Aktienemissionen innerhalb einer Woche, einem bevorstehenden SpaceX-IPO und dem erweiterten Privatmandat dürfte die Kapitalallokation das bestimmende Thema werden.

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Mein Ziel ist es, Ihnen zu helfen, Ihre Finanzen selbstbewusst und systematisch zu steuern. Ich setze auf praxiserprobte Strategien, die auf fundierten Kennzahlen und klaren Regeln basieren – ohne Hype oder kurzfristige Spekulation.

Mein Weg: Von Siemens-Aktien zur professionellen Analyse

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Parallel zu meiner wachsenden Finanzexpertise war ich 29 Jahre bei Siemens in internationalen Positionen tätig (u.a. Netzplanung, technische Großprojekte, Vertriebsleitung). Diese Zeit verschaffte mir tiefe Einblicke in die Abläufe und Kennzahlen großer Konzerne – ein unschätzbarer Vorteil für die heutige Aktienbewertung. Ich war zudem im Research-Team eines Finanzinstituts und als Gutachter für einen Wirtschaftsverlag tätig.

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