Der Scottish Mortgage Investment Trust liefert ab. Im abgelaufenen Geschäftsjahr schlug das Baillie-Gifford-Vehikel den weltweiten Aktienmarkt deutlich. Im Hintergrund verändert das Management jedoch die Struktur. Der Anteil an nicht börsennotierten Unternehmen wächst rasant. Das bringt neue Chancen, aber auch veränderte Risiken für Anleger.
Starke Zahlen, leichte Delle
Die Bilanz für das Geschäftsjahr bis Ende März fällt stark aus. Der Nettoinventarwert legte um 27,4 Prozent zu. Damit ließ der Trust den weltweiten Vergleichsindex weit hinter sich.
Seit Jahresbeginn steht ein Kursplus von gut 20 Prozent auf der Anzeigetafel. Aktuell notiert das Papier bei 16,74 Euro. Ein leichter Rücksetzer im vergangenen Monat trübt das Gesamtbild kaum.
Vorstoß in den Privatmarkt
Parallel dazu treibt das Management die Konzentration des Portfolios voran. Die zehn größten Positionen machen mittlerweile knapp die Hälfte des gesamten Anlagevermögens aus. Besonders im Bereich der nicht börsennotierten Firmen drückt der Trust aufs Tempo.
Die Quote dieser Privatmarkt-Investments kletterte zuletzt auf 37,3 Prozent. Das lag deutlich über dem ursprünglichen Limit. Als Reaktion weitete der Vorstand das Private-Equity-Mandat kurz nach Geschäftsjahresende um 250 Millionen Pfund aus. Das Ziel: ungelistete Chancen aggressiver nutzen.
Dividende und Personalien
Einkommensinvestoren können derweil fest planen. Der Trust erhöht die Ausschüttung das 43. Jahr in Folge. Die Gesamtdividende steigt auf 4,57 Pence je Aktie. Die finale Tranche fließt am 10. Juli auf die Konten der Aktionäre.
Wenige Tage zuvor trifft sich das Management in Edinburgh. Am 2. Juli steht die Hauptversammlung an. Dort stimmen die Aktionäre über eine wichtige Personalie ab. Die Asien-Expertin Heather Manners soll neu in den Verwaltungsrat einziehen. Sie bringt 35 Jahre Investmenterfahrung mit.
Der Trust handelt aktuell mit einem leichten Aufschlag zum Nettoinventarwert. Ob diese Bewertung gerechtfertigt bleibt, entscheidet sich an der Entwicklung der ungelisteten Beteiligungen. Die Hauptversammlung Anfang Juli liefert den nächsten konkreten Einblick in die Strategie des neuen Verwaltungsrats.
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