Seah Steel: RWE-Vertrag für Vanguard West verloren

Chinesische Produktionskürzungen treiben den Stahlsektor an und lassen Seah Steel trotz verlorener Windpark-Aufträge ein neues Jahreshoch erreichen.

Seah Steel Aktie
Kurz & knapp:
  • Aktie steigt auf neues Jahreshoch
  • RWE kündigt Monopiles-Liefervertrag
  • Chinas Stahlproduktion sinkt deutlich
  • Neue Werke in UK und USA geplant

Ein geplatzter Großauftrag für Offshore-Windkraftanlagen sorgt normalerweise für schlechte Stimmung an der Börse. Bei Seah Steel ist das Gegenteil der Fall: Die Aktie springt am Dienstag um 12,55 Prozent nach oben und markiert mit 183.000 KRW ein neues Jahreshoch. Während das Unternehmen im Zukunftsmarkt Windkraft mit Rückschlägen kämpft, treiben globale Marktdynamiken den Kurs.

Die Konzerntochter SeAH verlor jüngst den Zuschlag für den Teilabschnitt „Vanguard West“ des britischen Windparks Norfolk Vanguard. Der deutsche Energiekonzern RWE kündigte die Zusammenarbeit für die Lieferung von Monopiles auf. Es ist bereits die zweite herbe Enttäuschung innerhalb weniger Monate, nachdem Ørsted im Februar einen ähnlichen Deal für das Projekt Hornsea 3 beendet hatte.

China stützt die Stahlpreise

Dass Anleger die Nachricht ignorieren, liegt an den Entwicklungen in China. Die dortige Stahlproduktion sank im ersten Quartal um 4,6 Prozent. Im März lag der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr sogar bei 6,3 Prozent. Die Aussicht auf ein geringeres Angebot aus der Volksrepublik beflügelt derzeit den gesamten südkoreanischen Stahlsektor.

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Innerhalb der letzten 30 Tage legte der Kurs von Seah Steel um rund 40 Prozent zu. Die Volatilität bleibt mit über 70 Prozent zwar hoch, doch der Markt setzt auf eine fundamentale Verknappung des globalen Stahlangebots.

Expansion in Spezialmärkte

Trotz der Rückschläge bei RWE und Ørsted setzt Seah Steel weiter auf seine neue Fabrik im britischen Teesside. Die Anlage nahm im März 2025 die kommerzielle Produktion auf und soll im Laufe des Jahres 2026 die volle Kapazität von bis zu 150 Monopiles pro Jahr erreichen. Parallel dazu bereitet das Unternehmen den Start eines Werks für Speziallegierungen in den USA vor.

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Dieses neue Werk zielt auf die Luftfahrt- und Verteidigungsindustrie ab. Die Inbetriebnahme ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant. Damit diversifiziert der Konzern sein Geschäft über den klassischen Stahlbau und die erneuerbaren Energien hinaus.

Im Mai 2026 veröffentlicht Seah Steel den nächsten Quartalsbericht. Diese Zahlen werden zeigen, wie stark die Produktionskürzungen in China die operativen Margen tatsächlich stützen. Bis 2030 hat RWE zudem Zeit, die Leistung des Zulieferers für den verbliebenen Auftrag „Vanguard East“ neu zu bewerten.

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