Keine Dividende, aber Kurse nahe dem Jahreshoch. Bei Semperit klaffen die Erwartungen einkommensfokussierter Anleger und die Realität der strategischen Neuausrichtung weit auseinander. Während der Konzern die Ausschüttung streicht, sorgt ein Übernahmeangebot für ein stabiles Sicherheitsnetz nach unten.
Der Vorstand schlägt vor, für das Geschäftsjahr 2025 keine Dividende auszuschütten. Im Vorjahr erhielten Aktionäre noch 0,50 Euro je Aktie. Das Management will stattdessen die finanzielle Basis stärken. Die Eigenkapitalquote lag zuletzt bei 48,5 Prozent. Dieses Kapital soll nun in Wachstumsprojekte und Effizienzsteigerungen fließen.
Übernahmeangebot stützt den Kurs
Parallel dazu sorgt die B&C Holding für Kursstabilität. Sie bietet aktuell 15,00 Euro je Aktie. Damit setzt die Mehrheitsaktionärin eine klare Untergrenze für den Marktpreis. Die Aktie notierte zuletzt bei 14,90 Euro. Das entspricht fast dem 52-Wochen-Hoch von 14,95 Euro. Anleger können das Angebot bis Juni 2026 annehmen.
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Indes verbessert sich das operative Geschäft. Für 2026 peilt Semperit ein EBITDA von 95 Millionen Euro an. Ein Sparprogramm soll jährlich 10 Millionen Euro einbringen. Ein Großteil dieser Einsparungen ist bereits umgesetzt. Das Ziel: eine nachhaltig höhere Marge.
Operativer Aufschwung im Fokus
In der zweiten Jahreshälfte 2025 sprang die EBITDA-Marge bereits von 9,6 auf 14,3 Prozent. Dieser Trend setzte sich zuletzt fort. Vorläufige Zahlen für das erste Quartal zeigen ein EBITDA von 26 Millionen Euro. Damit übertrifft der Gummispezialist die bisherigen Markterwartungen deutlich.
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Die Bilanz wirkt solide. Die Nettofinanzverschuldung liegt lediglich beim 1,2-fachen des EBITDA. Mit einem RSI von fast 77 gilt der Titel technisch zwar als überkauft. Das Übernahmeangebot sichert den Kurs jedoch gegen größere Rücksetzer ab. Der Fokus liegt nun auf der Resilienz gegenüber schwankenden Rohstoffpreisen.
Die Hauptversammlung liefert im April weitere Details zur Integration neuer Produktionskapazitäten. Auch die Absicherung der Lieferketten steht auf der Agenda der Aktionäre. Das Übernahmeangebot der B&C Holding bleibt bis zum Sommer der bestimmende Faktor für die Kursentwicklung.
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