Starke Quartalszahlen, angehobene Prognosen und massive Aktienrückkäufe – operativ liefert ServiceNow ab. An der Börse klaffen Realität und Stimmung allerdings weit auseinander. Die Aktie hat im laufenden Jahr rund 40 Prozent an Wert verloren. Nach Vorlage der jüngsten Ergebnisse brach der Kurs um weitere 17 Prozent ein.
Nahost-Konflikt und Übernahmekosten belasten
Hinter dem Abverkauf stecken zwei konkrete Sorgen. Im ersten Quartal 2026 bremsten verzögerte Vertragsabschlüsse im Nahen Osten das Wachstum der Abonnementeinnahmen leicht aus. Der anhaltende Konflikt in der Region ließ mehrere große On-Premise-Deals platzen oder verschob sie in die Zukunft.
Parallel dazu drückt die Übernahme des Cybersicherheitsunternehmens Armis auf die Profitabilität. Die Integrationskosten und Abschreibungen ließen die Bruttomarge nach US-GAAP von 79 auf 75 Prozent sinken. Das Management rechnet damit, dass sich dieser Gegenwind erst im Geschäftsjahr 2027 normalisiert.
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Milliarden-Rückkäufe und angehobene Ziele
Das Management nutzt die Kursschwäche für eine aggressive Kapitalallokation. Allein im ersten Quartal kaufte ServiceNow rund 20 Millionen eigene Aktien zurück. Der Großteil davon floss in ein beschleunigtes Rückkaufprogramm im Volumen von zwei Milliarden US-Dollar. Für weitere Käufe stehen dem Softwarekonzern noch 4,2 Milliarden US-Dollar zur Verfügung.
Trotz der Skepsis am Markt wächst das Kerngeschäft rasant. Für das Gesamtjahr 2026 hob der Vorstand die Zielspanne für Abonnementeinnahmen an. Der Auftragsbestand kletterte auf 27,7 Milliarden US-Dollar. Besonders die KI-Produktsuite „Now Assist“ entwickelt sich zum Zugpferd.
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Analystentag bringt Klarheit
Laut CEO Bill McDermott steuert die KI-Sparte nun auf einen jährlich wiederkehrenden Vertragswert von 1,5 Milliarden US-Dollar zu. Zuvor lag das Ziel bei einer Milliarde. CFO Gina Mastantuono führt die negative Marktreaktion auf fehlende Klarheit bei den Übernahmeeffekten und dem Zeitpunkt der Umsatzbeschleunigung zurück.
Am 4. Mai blickt der Markt nach Las Vegas. Auf dem Financial Analyst Day 2026 will das Management detaillierte KI-Umsatzziele präsentieren und die Integrationsfortschritte belegen. Mit einem prall gefüllten Rückkauftopf und wachsendem Auftragsbestand bietet das Event die nächste konkrete Chance, die Lücke zwischen operativer Stärke und Aktienkurs zu schließen.
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