Unternehmen investieren massiv in Künstliche Intelligenz. Allerdings fehlt oft das Fundament. Die Ausgaben stiegen zuletzt um 110 Prozent. Trotzdem scheitern viele daran, die Technik produktiv zu nutzen. Genau hier setzt ServiceNow an. Der Softwarekonzern will das Chaos kontrollieren.
Anspruch und Wirklichkeit
Ein aktueller Branchenbericht zeigt ein klares Bild. Firmen kaufen teure KI-Lösungen. Sie bauen aber keine passende Infrastruktur dafür auf. Rund 71 Prozent der Unternehmen kämpfen mit massiven Problemen. Oft fehlen genaue Daten. Firmen können neue Systeme schwer einbinden. Die bestehende IT reicht schlicht nicht aus. Die Folge: frustrierte Teams.
Agenten statt Chatbots
ServiceNow sieht sich als Retter in der Not. Das Management nennt die eigene Plattform ein Betriebssystem für Firmen. Sie dient als Kommandozentrale für Künstliche Intelligenz. Der Ansatz geht weit über einfache Chatbots hinaus. Das Zauberwort heißt „Agentic Execution“.
KI-Agenten sollen Aufgaben künftig selbstständig erledigen. Sie schlagen keine Lösungen mehr vor. Sie handeln aktiv. Das System arbeitet innerhalb fester Grenzen. Es automatisiert Routineaufgaben und entlastet die Mitarbeiter spürbar.
Nervöse Anleger
An der Börse spiegelt sich diese Vision aktuell nur bedingt wider. Die Aktie notiert bei 87,40 Euro. Auf Wochensicht verlor das Papier knapp fünf Prozent. Anleger agieren spürbar nervös.
Das zeigt auch die hohe annualisierte Volatilität von 77,70 Prozent. Der RSI-Wert von 45,5 signalisiert derweil eine neutrale technische Lage. Ein Börsenwert von gut 90 Milliarden Euro unterstreicht dennoch das enorme Gewicht des Konzerns.
Der Blick nach vorn
Analysten blicken deutlich optimistischer in die Zukunft. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 122,34 Euro. Das entspricht einem Potenzial von 40 Prozent. Die Experten vertrauen auf den langfristigen Wandel. ServiceNow will jeden Bereich der Unternehmens-KI steuern. Gelingt dieser Plan, winken massive neue Einnahmequellen. Die Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit in den Firmen ist riesig. Wer diese Lücke schließt, dominiert den Markt.
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