Während der breite Technologiesektor am Montag unter Druck stand, legte ServiceNow eine bemerkenswerte Gegenbewegung aufs Parkett. Angetrieben von geopolitischen Entspannungssignalen und beruhigenden Worten der US-Notenbank griffen institutionelle Anleger bei dem stark abgestraften Softwaretitel wieder zu. Der plötzliche Optimismus trifft auf ein Chartbild, das nach dem monatelangen Ausverkauf im Software-Segment tiefe Risse aufweist.
Makro-Daten liefern Rückenwind
Verantwortlich für den Kurssprung von zeitweise über sechs Prozent war eine Kombination aus makroökonomischen Faktoren. Aussagen von US-Präsident Trump über produktive Gespräche mit dem Iran linderten die Sorgen vor einer weiteren Eskalation im Nahen Osten und stark steigenden Energiekosten. Flankiert wurde diese Entspannung von Fed-Chef Jerome Powell. Er signalisierte, dass die Inflation trotz eines Ölpreises von über 100 US-Dollar derzeit keinen Anlass zur Sorge biete und weitere Zinserhöhungen vorerst nicht zwingend seien. Sinkende Anleiherenditen gaben dem Markt zusätzlichen Antrieb.
Bemerkenswert ist die relative Stärke von ServiceNow im Branchenvergleich. Während der Technologie-ETF XLK am Montag mehr als ein Prozent verlor, schloss das Softwareunternehmen mit einem Plus von gut vier Prozent bei 103,50 US-Dollar. Charttechnisch bleibt die Lage angespannt, da der Kurs weiterhin deutlich unter seinen wichtigen gleitenden Durchschnitten der letzten 20 und 100 Tage notiert. Ein RSI-Wert von 32,6 signalisiert zwar, dass der Verkaufsdruck nachlassen könnte, ein nachhaltiger Trendwechsel steht aber noch aus. Auf der Unterseite muss nun die kritische Unterstützung bei 99 US-Dollar halten, während bei 111 US-Dollar der erste nennenswerte Widerstand wartet.
Analysten sehen überzogene Ängste
Der Kursverfall von 44 Prozent innerhalb der letzten sechs Monate ist eng mit den allgemeinen Ängsten verknüpft, dass Künstliche Intelligenz traditionelle Software-Plattformen verdrängen könnte. Analysten bewerten diese Sorge bei ServiceNow jedoch zunehmend als überzogen. BNP Paribas stufte das Papier kürzlich auf „Outperform“ hoch und rief ein Kursziel von 140 US-Dollar aus. Die Experten argumentieren, dass das Unternehmen über ein stabiles Kerngeschäft und klare Wege zur Monetarisierung von KI verfüge. Für das Ende des Geschäftsjahres 2026 rechnet die Bank mit einem organischen Umsatzwachstum bei den Abonnements von rund 20 Prozent.
Die nächste Bewährungsprobe für die Aktie steht bereits fest im Kalender. Mit den anstehenden Zahlen für das erste Quartal 2026 muss das Management beweisen, dass die prognostizierte operative Stärke intakt ist. Spätestens auf der hauseigenen Konferenz „Knowledge 2026“ vom 5. bis 7. Mai in Las Vegas werden Investoren konkrete Belege für die kommerzielle Dynamik und den Erfolg der neuen KI-Integrationen einfordern.
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