ServiceNow Aktie: Warum wackelt es?

Vor dem Quartalsbericht senken Analysten massiv die Kursziele für ServiceNow, obwohl das Unternehmen an seinen KI-Ambitionen festhält. Die Aktie verlor bereits fast die Hälfte ihres Wertes.

ServiceNow Aktie
Kurz & knapp:
  • Mehrere Großbanken senken Kursziele drastisch
  • Aktie erlebt historisch schlechteste Woche seit 2016
  • KI-Produkte sollen bald Milliardenumsatz generieren
  • Markt erwartet heftige Kursreaktion auf Quartalszahlen

Die Prognosen sind stark, der Aktienkurs kollabiert. Bei ServiceNow klaffen fundamentale Erwartungen und die harte Marktrealität extrem auseinander. Kurz vor den Quartalszahlen am 22. April hagelt es Kurszielsenkungen von der Wall Street. Die Papiere haben seit Jahresbeginn fast die Hälfte ihres Wertes verloren.

Wall Street kappt die Ziele

Analysten straften die Aktie in der vergangenen Woche massiv ab. Innerhalb von nur 48 Stunden reduzierten mehrere Großbanken ihre Erwartungen drastisch.

  • HSBC: Kursziel sinkt von 226 auf 171 US-Dollar (Kaufempfehlung bleibt).
  • TD Cowen: Ziel fällt von 185 auf 140 US-Dollar.
  • Baird: Reduzierung von 175 auf 125 US-Dollar.
  • Capital One: Senkung von 158 auf 113 US-Dollar.

Trotz dieser massiven Einschnitte halten die meisten Experten an ihren positiven Ratings fest. TD Cowen verweist auf intakte Wachstumstrends und eine starke Nachfrage nach KI-Produkten. Der Konsens der Analysten liegt weiterhin bei einem moderaten Kaufsignal. Das durchschnittliche Kursziel beträgt rund 173 US-Dollar.

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Historischer Absturz vor den Zahlen

Der Softwarekonzern hat eine beispiellose Talfahrt hinter sich. Allein in einer einzigen Woche brach der Kurs um fast 19 Prozent ein. Das markiert den schlechtesten Wochenverlauf seit 2016. Zuletzt stabilisierte sich der Wert leicht und schloss bei gut 96 US-Dollar.

Nun blickt der Markt gespannt auf den kommenden Mittwoch. Analysten erwarten für das abgelaufene Quartal einen Gewinn von 0,95 US-Dollar je Aktie. Der Umsatz soll auf 3,75 Milliarden US-Dollar klettern. Das entspricht einem Plus von mehr als 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Citi meldet im Vorfeld positive Signale beim Kundenverbrauch. Investoren achten besonders auf die verbleibenden Leistungsverpflichtungen. Dieser Wert gilt als zentraler Indikator für künftiges Wachstum. Jüngste Gespräche im Vertriebskanal deuten allerdings auf eine Schwäche bei Großaufträgen hin.

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Die KI-Wette läuft

Das Management hält eisern an seiner Jahresprognose fest. Der Fokus liegt dabei voll auf der Monetarisierung künstlicher Intelligenz. Die KI-Suite „Now Assist“ generiert bereits einen jährlichen Vertragswert von über 600 Millionen US-Dollar. Bis Ende 2026 will das Unternehmen hier die Milliardenmarke knacken.

Ein Analyst prognostiziert sogar einen Branchen-Meilenstein. ServiceNow könnte bald als erstes Softwareunternehmen mehr als zehn Prozent seines Umsatzes mit KI-Diensten erzielen.

Der Optionsmarkt erwartet nach der Zahlenvorlage am 22. April eine heftige Kursbewegung von rund elf Prozent in beide Richtungen. Die extreme Volatilität zeigt die tiefe Unsicherheit der Anleger. Liefert das Management starke Vertragsdaten, könnte die tief gefallene Aktie schnell Boden gutmachen. Enttäuschen die Großaufträge, droht der nächste Abverkauf.

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