Ein Quartalsbericht mit starken Zahlen — und trotzdem ein Kurseinbruch von fast 18 Prozent. Bei ServiceNow klaffen Fundamentaldaten und Marktreaktion derzeit weit auseinander.
Am 26. April legte die Aktie um 5,5 Prozent auf 90,25 Dollar zu. Das federt den Absturz vom 23. April nur teilweise ab. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von rund 39 Prozent zu Buche.
Starke Zahlen, schwache Stimmung
Im ersten Quartal erzielte ServiceNow einen Umsatz von 3,77 Milliarden Dollar — ein Plus von 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Gewinn je Aktie traf die Erwartungen exakt. Trotzdem reagierten Anleger mit Verkäufen.
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Der Auslöser: Verzögerungen bei Großaufträgen im Nahen Osten. Sie belasteten das Wachstum um 75 Basispunkte. CEO Bill McDermott betonte zwar, das Unternehmen erfülle weiterhin die „Rule of 50″ — Umsatzwachstum und Gewinnmarge summieren sich auf über 50 Prozent. Der Markt bewertet Cloud-Software-Aktien gerade neu, weil KI traditionelle Preismodelle unter Druck setzt.
Institutionelle kaufen, Shortseller auch
Institutionelle Investoren haben ihre Positionen zuletzt deutlich ausgebaut. Das Teachers Retirement System of Kentucky etwa erhöhte seinen Bestand im vierten Quartal 2025 um 445 Prozent auf 274.000 Aktien. Die institutionelle Gesamtquote liegt bei 87 Prozent.
Auf der anderen Seite stieg das Short-Interesse um 30 Prozent. Rund 38,95 Millionen Aktien sind leer verkauft — etwa 3,8 Prozent des Streubesitzes. Kein Wunder: Die Bewertungsdebatte bei SaaS-Unternehmen ist in vollem Gange.
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Akquisitionen belasten Margen
ServiceNow hat die Übernahme des Sicherheitsanbieters Armis für 7,75 Milliarden Dollar abgeschlossen. Das stärkt das Sicherheitsportfolio, drückt aber die operativen Margen im laufenden Geschäftsjahr um 200 Basispunkte. Ferner schloss das Unternehmen die Akquisition von Veza ab und genehmigte ein Aktienrückkaufprogramm über 5 Milliarden Dollar.
Analysten und der Blick auf den 4. Mai
Der Analystenkonsens lautet „Moderate Buy“ mit einem durchschnittlichen Kursziel von 146,65 Dollar. Goldman Sachs setzt das Ziel bei 163 Dollar, KeyBanc deutlich konservativer bei 85 Dollar. Die Aktie pendelt derzeit zwischen 84 und 103 Dollar.
Der nächste konkrete Termin: der Analyst Day am 4. Mai 2026. Dort will das Management Klarheit über die Nachfrage nach „Now Assist“ schaffen — dem KI-gestützten Produkt, dessen Neuvertragsvolumen zuletzt mehr als verdoppelt hat. Wie schnell Unternehmen dieses Angebot annehmen, dürfte maßgeblich beeinflussen, ob die Aktie ihren Boden gefunden hat.
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