Der Satellitenbetreiber SES stellt seine langfristige Finanzierung neu auf. Das luxemburgische Unternehmen platzierte am Mittwoch vorrangige unbesicherte festverzinsliche Anleihen mit einem Gesamtvolumen von 500 Millionen Euro und einer Laufzeit bis zum Jahr 2031. Die Abwicklung der Transaktion ist für den 6. Oktober vorgesehen. Mit dem frischen Kapital setzt der Konzern einen zentralen Baustein seiner aktuellen Umschuldungsstrategie um.
An der Börse sorgte die Emission vorerst für keine Entlastung. Das Papier verlor gestern 2,7 Prozent an Wert und ging bei 4,20 Euro aus dem Handel. Damit notiert der Titel nur noch 1,4 Prozent über seinem 52-Wochen-Tief.
Rückkauf bestehender Papiere läuft an
Die Neuausgabe steht im direkten Zusammenhang mit einem Barangebot an Gläubiger älterer Verbindlichkeiten. SES hatte am Montag die Inhaber der bis zum 4. November 2027 laufenden garantierten Anleihe mit einem Volumen von 500.000.000 Euro und einem Kupon von 0,875 Prozent eingeladen, ihre Papiere bis zu einem festgelegten Höchstbetrag zum Rückkauf anzudienen.
Dieses Rückkaufangebot war ausdrücklich an die Bedingung geknüpft, dass die Platzierung einer neuen Anleihe erfolgreich verläuft. Mit der nun erfolgten Preisfestsetzung der 2031er Tranche ist diese Voraussetzung erfüllt.
Durch die vorzeitige Ablösung der kürzer laufenden Titel verlängert der Konzern sein Fälligkeitenprofil spürbar in das nächste Jahrzehnt hinein. Die Verschiebung von Verbindlichkeiten verschafft dem Unternehmen zusätzlichen finanziellen Spielraum für laufende Vorhaben.
Investitionen und Ausschüttungen im Fokus
Parallel zur Neuordnung der Schuldenstruktur treibt das Unternehmen seine operativen Pläne voran. Vor rund einer Woche begann SES den Bau einer 16.000 Quadratmeter großen Anlage zur Satellitenfertigung im luxemburgischen Kockelscheuer. Die Inbetriebnahme des Standorts wird für das Jahr 2028 erwartet. Die dafür anfallenden Projektinvestitionen liegen laut Unternehmensangaben innerhalb der bestehenden Investitionsprognose.
Zudem stehen im laufenden Monat direkte Zahlungen an die Anteilseigner an. SES beschloss eine Zwischendividende in Höhe von 0,25 Euro je A-Aktie sowie 0,10 Euro je B-Aktie. Die Auszahlung an die Aktionäre ist für den 15. Oktober festgesetzt.
Während die operative Transformation durch Infrastrukturprojekte und langfristige Partnerschaften voranschreitet, bleibt die Kapitalausstattung durch die jüngsten Transaktionen das dominierende Thema der Finanzplanung.
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