Shein: EU schreitet ein

Die EU-Behörde wirft dem Online-Händler den Verkauf illegaler Produkte, suchterzeugendes Plattformdesign und intransparente Algorithmen vor. Es drohen hohe Geldbußen.

Shein Aktie
Kurz & knapp:
  • Untersuchung wegen illegaler Waren und Kinderschutz
  • Vorwürfe zu manipulativen Belohnungssystemen
  • Intransparente Produktempfehlungsalgorithmen
  • Mögliche Strafe von bis zu sechs Prozent Umsatz

Die EU-Kommission nimmt den chinesischen Online-Händler Shein ins Visier. Am Dienstag leitete Brüssel ein formelles Verfahren gegen das E-Commerce-Unternehmen ein – Grundlage ist das Gesetz über digitale Dienste (Digital Services Act). Die Vorwürfe wiegen schwer: Neben dem Verkauf illegaler Produkte, darunter kindlich aussehende Sexpuppen, geht es auch um das suchterzeugende Design der Plattform und mangelnde Transparenz der Empfehlungssysteme.

Auslöser der Untersuchung waren Meldungen französischer Behörden aus dem Jahr 2025, die auf der Plattform Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs entdeckt hatten. Shein verwies damals darauf, dass solche Angebote von Drittanbietern stammten. Doch damit nicht genug: Zeitweise konnten Kunden auch genehmigungspflichtige Waffen und Medikamente über die Plattform erwerben.

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Frankreich gescheitert, Brüssel aktiv

Die französische Regierung hatte Ende Dezember 2025 versucht, Shein für drei Monate zu sperren – scheiterte aber vor Gericht. Die Richter werteten eine Blockade als ungerechtfertigte Beeinträchtigung der unternehmerischen Freiheit. Nun übernimmt die EU-Kommission. „In der EU dürfen illegale Produkte nicht vertrieben werden – egal, ob sie in einem Ladenregal oder auf einem Online-Marktplatz stehen“, stellte EU-Kommissarin Henna Virkkunen klar.

Bereits im November 2025 hatte Brüssel ein formelles Auskunftsersuchen an Shein übermittelt. Die Behörde fordert nun Zugang zu internen Dokumenten und weiterführenden Informationen. Im Fokus stehen drei Bereiche: der Verkauf illegaler Produkte, das möglicherweise suchterzeugende Design durch Punkte- und Belohnungssysteme sowie die Intransparenz der Algorithmen, die Nutzern Produkte vorschlagen.

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Millionenstrafe droht

Shein zeigt sich kooperativ. Das Unternehmen betont, in den vergangenen Monaten erheblich in die Plattformsicherheit investiert zu haben. „Wir teilen das Ziel der Kommission, ein sicheres und vertrauenswürdiges Online-Umfeld zu gewährleisten“, heißt es in einer Stellungnahme. Besonders bei altersbeschränkten Produkten habe man die Schutzmaßnahmen beschleunigt.

Die Einleitung des Verfahrens bedeutet laut EU-Kommission noch nicht, dass ausreichend Beweise für einen Regelverstoß vorliegen. Wie lange die Untersuchung dauert, ist offen – das Gesetz setzt keine Frist. Sollten die Ermittler jedoch Verstöße feststellen, kann Shein mit Geldbußen von bis zu 6 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes belegt werden. Eine Sperrung der Plattform gilt als letztes Mittel und ist eher unwahrscheinlich. Shein kann durch Zugeständnisse die Bedenken der Behörde ausräumen und ein Bußgeld vermeiden.

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Über Dieter Jaworski 1503 Artikel

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Mein Ziel ist es, Ihnen zu helfen, Ihre Finanzen selbstbewusst und systematisch zu steuern. Ich setze auf praxiserprobte Strategien, die auf fundierten Kennzahlen und klaren Regeln basieren – ohne Hype oder kurzfristige Spekulation.

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Meine Faszination für Finanzen begann früh. Die ersten eigenen Aktien (Siemens-Belegschaftsaktien 1980) weckten mein Interesse. Während meines Elektrotechnikstudiums vertiefte ich mich im Selbststudium in die Analyse von Aktien und Unternehmensdaten. Die Dotcom-Blase um 2000 war eine prägende Erfahrung – der Verlust von 50% des Kapitals verdeutlichte mir schmerzhaft: „Gier frisst Hirn“. Diese Lektion führte zur Entwicklung disziplinierter Strategien im Bereich Value Investing und Momentum.

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