Sinkende Ölpreise und ein Produktionsausfall in Katar — Shell steht dieser Tage gleich an zwei Fronten unter Druck. Beide Entwicklungen treffen den Konzern direkt, wenn auch auf unterschiedliche Weise.
Friedenssignal drückt den Ölpreis
Ein möglicher diplomatischer Durchbruch im Iran-Konflikt hat den Rohölmarkt heute kräftig bewegt. Brent-Rohöl fiel um 4,2 Prozent auf rund 96 Dollar je Barrel und rutschte damit unter die psychologisch wichtige Marke von 100 Dollar. WTI gab um 3,8 Prozent auf etwa 89 Dollar nach.
Auslöser war ein von der US-Regierung kommuniziertes 15-Punkte-Waffenstillstandsangebot an den Iran, das auch eine mögliche Wiedereröffnung der Straße von Hormus in Aussicht stellt. Obwohl das iranische Militär die Gespräche zunächst zurückwies, reichte die Aussicht auf Deeskalation aus, um Öl-Positionen abzubauen. Shell war am Mittwoch nach Handelsumsatz die meistgehandelte Aktie an der Londoner Börse.
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Katar-Ausfall belastet LNG-Geschäft
Während der Ölpreis nachgibt, verschärft sich die Lage im Flüssiggas-Segment. QatarEnergy hat nach einem Militärschlag auf den Industriekomplex Ras Laffan Force Majeure für mehrere langfristige LNG-Lieferverträge erklärt — betroffen sind Abnehmer in Italien, Belgien, Südkorea und China. Zwei der 14 Produktionslinien der Anlage wurden beschädigt.
Der Ausfall entzieht dem globalen Markt nach Schätzungen rund 12,8 Millionen Tonnen LNG pro Jahr, was etwa 17 Prozent der katarischen Exportkapazität entspricht. Reparaturen könnten drei bis fünf Jahre dauern. Shell ist als Partner im Pearl-GTL-Werk vor Ort direkt betroffen und gilt zudem als wichtiger Lieferant für chinesische LNG-Verträge aus dieser Region.
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Aktienrückkäufe laufen weiter
Ungeachtet der operativen Unsicherheiten setzt Shell sein Rückkaufprogramm fort. Am gestrigen Dienstag erwarb der Konzern gut 430.000 eigene Aktien zur Einziehung — über die Londoner Börse, Euronext Amsterdam sowie alternative Handelsplattformen. Das Programm läuft seit dem 5. Februar 2026 und wird bis zum 1. Mai 2026 von Morgan Stanley begleitet.
Die US-Energiebehörde EIA geht in ihrem aktuellen Ausblick davon aus, dass der derzeitige Ölpreisschock bis Juni 2026 abklingen dürfte. Gleichzeitig erwartet sie, dass höhere Preise die US-Produktion ankurbeln — mit zusätzlichen 500.000 Barrel täglich bis 2027. Für Shell bedeutet das: Der Rückenwind durch höhere Ölpreise könnte nachlassen, während der strukturelle Ausfall in Katar das LNG-Portfolio noch Jahre belasten dürfte.
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