Shell Aktie: Gewinn halbiert sich

Der Ölkonzern Shell verfehlt im vierten Quartal 2025 die Gewinnerwartungen deutlich. Ein überraschend starker operativer Cashflow und ein neues Rückkaufprogramm bieten jedoch Lichtblicke.

Shell Aktie
Kurz & knapp:
  • Bereinigter Quartalsgewinn fällt um 11 Prozent
  • Operativer Cashflow übertrifft Analystenschätzungen
  • Neues Aktienrückkaufprogramm über 3,5 Milliarden Dollar
  • Gesunkene Ölpreise belasten die Konzernmarge

Der Ölriese Shell hat heute seine Zahlen für das vierte Quartal 2025 vorgelegt – und die fallen durchwachsen aus. Der bereinigte Gewinn sank im Jahresvergleich um 11 Prozent auf 3,26 Milliarden Dollar. Analysten hatten im Schnitt mit 3,5 Milliarden Dollar gerechnet. Der Überschuss wurde also klar verfehlt.

Besonders auffällig: Während der ausgewiesene Nettogewinn auf den ersten Blick von 928 Millionen auf 4,13 Milliarden Dollar explodierte, zeigt der bereinigte Gewinn das wahre Bild. Dieser fiel von 3,66 Milliarden auf 3,26 Milliarden Dollar. Auch das bereinigte EBITDA rutschte von 14,28 Milliarden auf 12,8 Milliarden Dollar ab. Verantwortlich dafür waren vor allem die gesunkenen Ölpreise, die dem Konzern zusetzten.

Cashflow überrascht positiv

Einen Lichtblick gab es dennoch: Der operative Cashflow lag mit 9,44 Milliarden Dollar deutlich über den Erwartungen von 7,87 Milliarden Dollar. Allerdings fiel auch dieser Wert im Vergleich zum Vorjahresquartal, als noch 13,16 Milliarden Dollar in die Kassen flossen. Die Umsätze gingen leicht von 66,28 Milliarden auf 64,09 Milliarden Dollar zurück.

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Shell kündigte dennoch ein Aktienrückkaufprogramm über 3,5 Milliarden Dollar an, das bis zur Veröffentlichung der Zahlen für das erste Quartal 2026 abgeschlossen sein soll. Die Dividende für das vierte Quartal beträgt 0,372 Dollar je Aktie.

Ausblick bleibt verhalten

Für das laufende erste Quartal rechnet Shell mit einer Integrated-Gas-Produktion von 920.000 bis 980.000 Barrel Öläquivalent pro Tag. Die LNG-Verflüssigungsmengen sollen zwischen 7,4 und 8 Millionen Tonnen liegen. Die Upstream-Produktion wird bei 1,7 bis 1,9 Millionen Barrel Öläquivalent pro Tag erwartet.

Die Zahlen zeigen: Shell kämpft mit dem schwierigen Marktumfeld. Niedrigere Ölpreise drücken auf die Marge, während die Produktionsmengen stabil bleiben. Das Rückkaufprogramm soll die Aktionäre bei Laune halten – doch ob das reicht, wird sich zeigen müssen.

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