Entspannung in Nahost drückt die Ölpreise. Für den britischen Energiekonzern Shell kommt diese Entwicklung zur Unzeit. Eine frische Analysten-Abstufung und die Warnung vor einem massiven Kapitalabfluss setzen die Papiere spürbar unter Druck.
Am Freitag schloss die Aktie bei 37,24 Euro. Auf Wochensicht verbucht der Titel damit ein Minus von knapp sechs Prozent. Auslöser für den jüngsten Rücksetzer war eine Studie von BNP Paribas Exane. Die Analysten strichen ihre Kaufempfehlung und stuften Shell auf „Neutral“ ab. Damit reiht sich die französische Bank in den breiten Markt ein. Der Konsens der großen Häuser lautet mittlerweile auf Halten.
Friedenshoffnung belastet Ölpreis
Hauptgrund für die trübe Stimmung im Energiesektor ist der sinkende Rohölpreis. Berichte über einen Waffenstillstand zwischen Israel und dem Libanon dämpfen die Risikoprämien am Markt. Parallel dazu laufen offenbar Friedensgespräche unter Beteiligung der USA und des Iran. Die Straße von Hormus gilt wieder als vollständig passierbar. Das sichert das globale Ölangebot, drückt aber die Margen der Förderer.
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Warnung vor Kapitalabfluss
Zu den externen Faktoren gesellen sich hausgemachte Sorgen. Das Management rechnet für das erste Quartal 2026 mit einem massiven Abfluss beim Working Capital. Dieser soll zwischen 10 und 15 Milliarden US-Dollar liegen. Shell begründet das Loch in der Kasse mit extremen Schwankungen bei den Rohstoffpreisen. Bereits im Vorquartal hatte der Konzern die Gewinnerwartungen der Wall Street verfehlt.
Trotz der aktuellen Schwäche notiert die Aktie seit Jahresbeginn noch knapp 16 Prozent im Plus. Der Kurs hält sich zudem knapp über der 50-Tage-Linie. Ob dieser Puffer ausreicht, klärt sich in wenigen Wochen. Am 7. Mai präsentiert Shell die offiziellen Zahlen für das erste Quartal. Dann muss der Vorstand zeigen, wie er den Margendruck operativ abfedert.
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