Shell und Exxon Mobil haben den geplanten Verkauf ihrer Erdgasvorkommen in der südlichen britischen Nordsee überraschend abgeblasen. Das im Juli 2024 angekündigte Geschäft mit Viaro Energy sollte elf Gasfelder, ein Explorationsprojekt und das strategisch wichtige Onshore-Gasterminal Bacton umfassen. Der Deal-Abschluss war ursprünglich für 2025 vorgesehen.
„Trotz eines konstruktiven Prozesses wurden die Abschlussbedingungen nicht erfüllt, da sich die kommerziellen Bedingungen und das Marktumfeld weiterentwickelt haben“, erklärte Shell am Mittwoch. Viaro-Energy-CEO Francesco Mazzagatti bestätigte, dass sich beide Seiten einvernehmlich auf das Aus geeinigt hätten.
Regulierungsbehörde wartete noch auf Unterlagen
Die North Sea Transition Authority (NSTA), die Lizenztransfers in der Nordsee überwacht, hatte noch auf zusätzliche Informationen von Viaro gewartet, bevor eine Genehmigung hätte erteilt werden können. Offenbar kamen diese nie an – oder das Interesse von Viaro war bereits vorher erloschen.
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Was steckt hinter dem gescheiterten Verkauf? Die veränderten Marktbedingungen dürften eine zentrale Rolle gespielt haben. Shell hatte in der Vorwoche bereits mitgeteilt, dass die Ergebnisse aus dem Ölgeschäft in den letzten drei Monaten 2025 voraussichtlich deutlich unter dem Vorquartal liegen würden – trotz höherer Fördermengen.
Nordsee-Assets verlieren an Glanz
Der geplatzte Deal reiht sich ein in eine schwierige Phase für Nordsee-Akteure. Die Region gilt zunehmend als weniger profitabel, während sich die großen Ölkonzerne verstärkt auf lukrativere Projekte konzentrieren wollen. Für Shell bedeutet das Scheitern: Die Assets bleiben vorerst in der eigenen Bilanz – mit allen operativen und finanziellen Verpflichtungen.
An der NYSE legte die Exxon-Aktie am Mittwoch zeitweise 0,36 Prozent auf 126,99 US-Dollar zu. Die Shell-Aktie notierte in London zeitweise 0,18 Prozent höher bei 27,27 Pfund. Die Anleger scheinen das Deal-Aus gelassen zu nehmen – vielleicht auch, weil die Transaktion ohnehin nicht als strategischer Befreiungsschlag galt.
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