Shell baut seine Position im europäischen Gasmarkt massiv aus. Am Dienstag unterzeichnete der britisch-niederländische Energiekonzern eine strategische Partnerschaft mit dem griechischen Energie- und Metallunternehmen METLEN Energy & Metals – beide im FTSE 100 notiert. Die Vereinbarung sieht vor, dass Shell zwischen 2027 und 2031 jährlich 0,5 bis 1,0 Milliarden Kubikmeter Flüssiggas (LNG) nach Griechenland liefert.
Die Lieferungen erfolgen an die griechischen LNG-Regasifizierungsanlagen in Revithoussa und Alexandroupolis. Von dort soll das Gas über den sogenannten Vertical Gas Corridor auch in weitere europäische Märkte fließen. Shell positioniert sich damit als Schlüsselakteur für die Energiesicherheit Südosteuropas – eine Region, die nach dem Wegfall russischer Gaslieferungen dringend auf alternative Quellen angewiesen ist.
Geopolitische Dimension des Deals
Die Unterzeichnung in Washington unterstrich die strategische Bedeutung: Anwesend waren neben Vertretern beider Unternehmen auch der griechische Umwelt- und Energieminister Stavros N. Papastavrou, US-Energieminister Chris Wright sowie mehrere weitere hochrangige US-Regierungsvertreter. Shell ist derzeit der größte LNG-Abnehmer aus den USA – eine Position, die dem Konzern Zugang zu großen Gasmengen verschafft.
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Für Shell bedeutet die Vereinbarung einen weiteren Schritt zur Diversifizierung seiner Gasabsatzkanäle in Europa. Der Konzern kann seine globale LNG-Infrastruktur nutzen, um flexibel auf Nachfrageschwankungen zu reagieren. Griechenland entwickelt sich dabei zum regionalen Energiedrehkreuz – eine Rolle, die durch diesen Deal weiter gefestigt wird.
Belastung aus Kasachstan
Weniger erfreulich sind die Nachrichten aus Zentralasien. Shell und andere Öl-Majors wie TotalEnergies und ExxonMobil haben ein Schiedsverfahren gegen eine kasachische Umweltstrafe eingeleitet. Die kasachische Regierung hatte Anfang 2023 gegen das Konsortium NCOC, das das riesige Kashagan-Ölfeld betreibt, eine Geldstrafe von umgerechnet 4,6 Milliarden Dollar wegen Umweltverstößen verhängt.
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Die Strafe belastet die Bilanz der beteiligten Konzerne erheblich. Shell wehrt sich nun gemeinsam mit den Partnern juristisch gegen die Forderung. Das Kashagan-Feld gilt als eines der größten Ölvorkommen weltweit, ist aber technisch anspruchsvoll und wurde wiederholt von Problemen geplagt. Die Auseinandersetzung zeigt, wie politische und regulatorische Risiken in Förderländern die Margen der Öl-Giganten belasten können.
Für Anleger bleibt Shell ein Doppelgesicht: Einerseits strategisch klug positioniert im wachsenden europäischen Gasmarkt, andererseits mit Altlasten aus dem fossilen Geschäft konfrontiert.
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