Operativ läuft es rund, an der Börse hagelt es Verluste. Shell meldet den erfolgreichen Neustart seiner größten europäischen Raffinerie und treibt den Umbau des Portfolios voran. Dennoch straft der Markt das Papier heute hart ab.
Raffinerie läuft, Handel floriert
Die wichtigste Anlage in Europa ist wieder am Netz. Shell hat die Rohöldestillation in der niederländischen Pernis-Raffinerie nach einem ungeplanten Ausfall zügig hochgefahren. Ein Leck hatte den Betrieb der Anlage zuvor gestoppt. Das schnelle Eingreifen verhindert größere Engpässe auf dem ohnehin angespannten europäischen Markt.
Parallel dazu brummt das Handelsgeschäft. Die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten trieben die Margen im ersten Quartal deutlich nach oben. Das Management hob die erwartete Raffineriemarge kürzlich auf 17 US-Dollar je Fass an. Das dürfte die anstehende Quartalsbilanz spürbar stützen.
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Südafrika-Exit rückt näher
Im Hintergrund treibt der Konzern seinen strategischen Umbau voran. Shell verhandelt intensiv mit der staatlichen Ölgesellschaft ADNOC aus Abu Dhabi. Es geht um den Verkauf des kompletten südafrikanischen Tankstellennetzes. Der Deal hat ein Volumen von rund einer Milliarde US-Dollar.
ADNOC würde damit 600 Standorte übernehmen und sich zehn Prozent Marktanteil in Südafrika sichern. Zuvor waren Gespräche mit dem Rohstoffhändler Gunvor gescheitert. Eine Einigung könnte bereits im laufenden Quartal erfolgen. Damit schließt Shell ein Kapitel nach über 120 Jahren lokaler Präsenz am Kap.
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Aktie rutscht unter wichtige Marke
Trotz der operativen Fortschritte gerät das Papier am Freitag massiv unter die Räder. Die Aktie verliert über fünf Prozent und fällt auf 36,69 Euro. Damit rutscht der Kurs knapp unter seinen 50-Tage-Durchschnitt.
Auf Jahressicht bleibt Aktionären dennoch ein komfortables Plus von rund 14 Prozent. Am 7. Mai müssen die anstehenden Quartalszahlen diese Bewertung rechtfertigen. Investoren werden dann genau nachrechnen, ob die starken Handelsgewinne die schwächere Gasproduktion aus dem Katar-Geschäft vollständig ausgleichen.
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