Shell kauft Aktien zurück, als gäbe es kein Morgen. Allein am 15. April verschwanden knapp 1,9 Millionen Anteilsscheine aus dem Markt — Teil eines seit Wochen laufenden Programms, das sich seinem Ende nähert. Am 7. Mai wird abgerechnet.
Milliarden-Rückkauf vor dem Abschluss
Das laufende 3,5-Milliarden-Dollar-Programm, gestartet am 5. Februar, endet Ende April. Die Geschwindigkeit war bemerkenswert: Am 8. April allein kaufte Shell über 4,4 Millionen Aktien zurück. Seit der letzten Hauptversammlung bis Mitte März wurden insgesamt 223 Millionen Stammaktien erworben und eingezogen. Morgan Stanley führt die Transaktionen dabei unabhängig aus — über sechs Handelsplätze in London und Amsterdam.
Passend zum Programmende veröffentlicht Shell am 7. Mai seine Q1-Ergebnisse. Erwartet wird an diesem Tag auch die Ankündigung eines neuen Rückkaufprogramms. Den Analysten-Konsens legt das Unternehmen bereits am 29. April vor.
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Starkes Trading, schwache Produktion
Das erste Quartal 2026 liefert ein gespaltenes Bild. Auf der Gewinnseite profitierte Shell erheblich: Die Turbulenzen an den Energiemärkten trieben die Ergebnisse im Ölhandel deutlich über das Vorquartal. Die Raffineriemargen kletterten von 14 auf 17 Dollar je Barrel.
Auf der Produktionsseite sieht es anders aus. Der Integrated-Gas-Bereich wird nun mit 880.000 bis 920.000 Barrel Öläquivalent pro Tag geführt — zuvor waren es 920.000 bis 980.000. Grund sind Störungen in Katar und dem weiteren Nahen Osten. Hinzu kommt ein negativer Working-Capital-Effekt von 10 bis 15 Milliarden Dollar sowie ein Anstieg der Nettoverschuldung um weitere 3 bis 4 Milliarden Dollar durch variable Schiffsleasingkomponenten.
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Kurs mit Rückenwind, aber RSI zeigt Erschöpfung
Die Aktie notiert bei 38,30 Euro — rund 19 Prozent im Plus seit Jahresbeginn und gut 36 Prozent über dem Niveau vor zwölf Monaten. Der RSI liegt mit 29 allerdings im überverkauften Bereich, was auf kurzfristigen Verkaufsdruck der vergangenen Wochen hindeutet. Auf Monatssicht steht ein Minus von rund vier Prozent.
Ob das Trading-Ergebnis die Produktionsausfälle und den Milliarden-Cashflow-Abfluss kompensieren kann, zeigen die Q1-Zahlen am 7. Mai — zusammen mit dem Startschuss für das nächste Rückkaufprogramm.
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