Der britische Energiekonzern treibt seine Transformation mit neuen Ökostrom-Projekten in Asien und den USA voran. Gleichzeitig blicken Investoren gespannt auf das in wenigen Tagen anstehende Update zum ersten Quartal. Hier muss das Management beweisen, wie profitabel das klassische Öl- und Gasgeschäft das Kapital für diesen grünen Wandel erwirtschaftet.

Fortschritte bei den Erneuerbaren

Auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit verzeichnet das Unternehmen zwei konkrete Erfolge. Auf den Philippinen schloss die lokale Tochtergesellschaft einen 15-jährigen Liefervertrag für erneuerbare Energien mit dem Hersteller Minebea Mitsumi ab. Dieser Schritt soll die Dekarbonisierung der dortigen Produktionsstätten maßgeblich beschleunigen.

Parallel dazu meldete der Konzern den erfolgreichen Abschluss eines Pilotprojekts zur Wellenenergie im Hafen von Los Angeles. Gemeinsam mit dem Partner Eco Wave Power wurde die technische und wirtschaftliche Machbarkeit von Onshore-Wellenkraftwerken bestätigt. Die Technologie bietet eine kosteneffiziente Möglichkeit, bestehende Küsteninfrastruktur für die Stromgewinnung zu nutzen.

Fokus auf Cashflow und Rendite

Trotz dieser grünen Initiativen liegt das Hauptaugenmerk der Börse auf dem traditionellen Geschäft. Am 8. April veröffentlicht der Konzern ein erstes Handelsupdate für das Auftaktquartal 2026. Analysten rechnen dank der jüngsten Erholung der Ölpreise mit einem starken Ergebnis. Die Konsensschätzungen gehen von einem Gewinn je Aktie von rund 98 US-Cent aus, was einem Anstieg von 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspräche.

Diese positiven Aussichten spiegeln sich deutlich im Chart wider: Mit einem Plus von gut 25 Prozent seit Jahresbeginn notiert das Papier aktuell bei 40,22 Euro und damit in greifbarer Nähe seines 52-Wochen-Hochs.

Neben den reinen Umsatzzahlen wird das Update am kommenden Mittwoch vor allem Aufschluss über die Kapitalallokation geben. Marktbeobachter achten genau darauf, wie das Management die Balance zwischen dem laufenden 3,5-Milliarden-Dollar-Aktienrückkaufprogramm und den Investitionen in emissionsarme Technologien steuert. Die endgültigen und detaillierten Quartalszahlen folgen dann am 7. Mai.