Während Konkurrent BP eine unbequeme Klimaresolution blockiert, wählt Shell einen anderen Weg. Der britische Energiekonzern lässt die Abstimmung auf der Hauptversammlung zu. Für Aktionäre beginnt damit ein dichter Terminplan aus strategischen Weichenstellungen und frischen Geschäftszahlen. An der Börse herrscht derweil Gelassenheit. Die Aktie notiert bei 38,25 Euro und verzeichnet damit seit Jahresbeginn ein Plus von fast 19 Prozent.
Klimaresolution spaltet die Geister
Mitte Mai steht der Antrag der Aktionärsgruppe „Follow This“ zur Abstimmung. Die Initiative fordert detaillierte Strategien für Szenarien mit sinkender Öl- und Gasnachfrage. Unterstützt wird der Vorstoß von 23 institutionellen Investoren, die zusammen 1,5 Billionen Euro verwalten.
Das Management empfiehlt die Ablehnung. Der Vorstand argumentiert, die bestehende Berichterstattung reiche aus. Eine starre Bindung an spezifische Szenarien der Internationalen Energieagentur widerspreche einer guten Unternehmensführung. In den vergangenen Jahren stagnierte die Zustimmung für ähnliche Anträge bei rund 20 Prozent, was Marktbeobachter auch auf rechtliche Bedenken in den USA zurückführen.
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Margen steigen, Kosten sinken
Operativ läuft es für den Konzern rund. Im Vorfeld der Quartalszahlen hob Shell die erwartete Raffineriemarge auf 17 US-Dollar je Barrel an. Im Vorquartal lag dieser Wert noch bei 14 Dollar. Parallel dazu rechnet das Management mit deutlich höheren Erträgen im Handels- und Marketinggeschäft.
Auf der Kostenseite liefert das Unternehmen vorzeitig. Bis Ende 2025 realisierte Shell strukturelle Einsparungen von 5,1 Milliarden Dollar. Damit erreichte der Konzern bereits das untere Ende seines bis 2028 gesteckten Ziels. Ein schlankeres Management und operative Effizienz treiben diese Entwicklung an.
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Aktienrückkäufe vor dem Abschluss
Ein Großteil des freien Cashflows fließt direkt an die Anteilseigner zurück. Das laufende Aktienrückkaufprogramm über 3,5 Milliarden Dollar befindet sich auf der Zielgeraden. Es ist das 17. Quartal in Folge, in dem Shell eigene Papiere für mindestens drei Milliarden Dollar vom Markt nimmt.
Auf der Hauptversammlung sollen die Aktionäre nun den Weg für künftige Ausschüttungen ebnen. Zur Abstimmung steht die Ermächtigung, weitere 565 Millionen Aktien zurückzukaufen.
Der Mai bringt nun Klarheit für die weitere Ausrichtung. Am 1. Mai endet das aktuelle Rückkaufprogramm. Wenige Tage später, am 7. Mai, präsentiert Shell die vollständigen Zahlen für das erste Quartal, bevor am 19. Mai das Aktionärstreffen folgt.
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