Siemens: 2,2 Milliarden für 200 SBB-Züge

Siemens Mobility sichert sich einen 2,2-Milliarden-Euro-Rahmenvertrag mit der SBB und treibt parallel die Expansion in Indien und den USA voran.

Siemens Aktie
Kurz & knapp:
  • Rahmenvertrag über 200 Doppelstockzüge mit SBB
  • Festbestellung von 116 Einheiten für Zürich
  • Erste Elektrolokomotive an Indien übergeben
  • Milliardeninvestition in US-Fertigungskapazitäten

Zwei Milliarden Franken aus Zürich, tausende neue Jobs in den USA, Lokomotiven für Indien — Siemens Mobility liefert gerade auf mehreren Fronten. Der Konzern hat einen Rahmenvertrag mit den Schweizerischen Bundesbahnen über bis zu 200 Doppelstockzüge abgeschlossen und setzt damit ein klares Signal für das Kerngeschäft Schienenverkehr.

Festbestellung mit Option

Der Vertrag mit der SBB umfasst zunächst 116 Züge der Baureihe „Desiro DoSto“ als Festbestellung, ergänzt durch eine Option auf 84 weitere Einheiten. Das Gesamtvolumen liegt bei rund 2,2 Milliarden Euro. Ab 2031 sollen die sechsteiligen Züge vor allem im Zürcher S-Bahn-Netz und in der Westschweiz fahren — mit rund 540 Sitzplätzen pro Einheit. Die Wagenkästen aus CO2-reduziertem Aluminium werden im Siemens-Werk in Krefeld gefertigt.

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Parallel dazu läuft bereits ein noch größeres Projekt: Siemens Mobility übergab kürzlich die erste von 1.200 Elektrolokomotiven an die indische Staatsbahn. Das Auftragsvolumen beträgt rund 3 Milliarden Euro, inklusive eines Wartungsvertrags über 35 Jahre.

USA als weiterer Wachstumspfeiler

Neben dem Bahngeschäft baut Siemens seine Präsenz in Nordamerika gezielt aus. Laut einer Unternehmensmitteilung vom 4. Mai 2026 flossen in den vergangenen fünf Jahren insgesamt eine Milliarde US-Dollar in US-Fertigungskapazitäten — darunter ein Standort für Personenzüge in Lexington sowie Investitionen in KI-Lösungen für Datenzentren und Gebäudeautomatisierung. Bis 2028 sollen mehr als 2.200 zusätzliche Arbeitsplätze in den Vereinigten Staaten entstehen.

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Die Aktie notiert bei 248,80 Euro und liegt damit rund 8 Prozent über ihrem 50-Tage-Durchschnitt. Auf Jahressicht hat das Papier knapp 18 Prozent zugelegt, der RSI von 73,5 zeigt allerdings eine technisch überkaufte Situation an.

Mit dem SBB-Auftrag, dem laufenden Indien-Geschäft und der US-Expansion hat Siemens seine Auftragsbücher für die zweite Hälfte des Jahrzehnts substanziell gefüllt. Ob das auch die Aktie aus ihrer aktuellen Konsolidierungszone oberhalb von 248 Euro herausführt, entscheidet sich mit den nächsten Quartalszahlen — erwartet für den 7. August 2026.

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Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.