Der juristische Streit um einen milliardenschweren Zug-Auftrag in der Schweiz ist entschieden. Nachdem der lokale Rivale Stadler Rail seine Beschwerde zurückgezogen hat, hat Siemens Mobility nun endgültig freie Bahn für ein prestigeträchtiges Großprojekt. Gleichzeitig untermauern glänzende Quartalszahlen und ein florierendes Rechenzentrumsgeschäft das aktuelle Momentum des Technologiekonzerns.
Freie Fahrt für Milliardenprojekt
Der Weg für die Lieferung von zunächst 116 Doppelstockzügen an die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) ist rechtlich abgesichert. Konkurrent Stadler Rail zog am Dienstag seine Klage vor dem Bundesverwaltungsgericht zurück. Als Begründung nannte das Ostschweizer Unternehmen stark geschwärzte Akten, die eine faire Weiterführung des Verfahrens unmöglich gemacht hätten.
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Für Siemens bedeutet dieser Schritt vor allem langfristige Planungssicherheit. Der Rahmenvertrag umfasst ein Volumen von bis zu 3,6 Milliarden Schweizer Franken für maximal 200 Züge, die ab 2031 rollen sollen. Die SBB begründete die Vergabe an das deutsche Unternehmen primär mit deutlich niedrigeren Lebenszykluskosten bei Energieverbrauch und Instandhaltung. Produziert werden die Züge in Krefeld, was die hitzige politische Debatte in der Schweiz um die Vergabe öffentlicher Aufträge ins Ausland vorerst beendet.
Rekordaufträge und starkes Digitalgeschäft
Die Börse honoriert die neu gewonnene Rechtssicherheit prompt. Mit einem deutlichen Tagesplus von 10,48 Prozent schoss der Kurs am heutigen Mittwoch auf 232,00 Euro nach oben. Dieser Kurssprung stützt sich allerdings auf ein breiteres Fundament als nur den SBB-Auftrag.
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Die neue Finanzchefin Veronika Bienert, die seit Anfang April im Amt ist, blickt auf einen Rekord-Auftragsbestand von 120 Milliarden Euro. Besonders das Segment Digital Industries sticht operativ hervor: Befeuert von lukrativen Rechenzentrum-Deals im Wert von 1,8 Milliarden Euro verzeichnete die Sparte zuletzt ein massives Wachstum von 37 Prozent. Der Industriegewinn des Konzerns kletterte parallel um 15 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro.
Flankiert wird die operative Stärke von einem laufenden Aktienrückkaufprogramm, das den Titel in volatilen Phasen zusätzlich stützt. Allein in den ersten Apriltagen erwarb der Konzern im Xetra-Handel hunderttausende Papiere. Der nächste wichtige Prüfstein für die angehobene Jahresprognose – ein erwartetes Ergebnis je Aktie zwischen 10,70 und 11,10 Euro – folgt am 13. Mai. Mit der Vorlage der Q2-Zahlen muss das Management dann konkrete Details dazu liefern, wie stark mögliche Zollbelastungen die Margen im laufenden Geschäft tatsächlich dämpfen.
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