Der Donnerstag begann für Siemens vielversprechend. Gegen Mittag schossen die Papiere des Münchner Technologiekonzerns um fast acht Prozent nach oben und markierten bei knapp 276 Euro ein neues Allzeithoch. Der Börsenwert kletterte auf rund 219 Milliarden Euro – genug, um SAP als wertvollstes DAX-Unternehmen kurzzeitig zu verdrängen.
Auslöser der Rally war eine angehobene Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr. Siemens schraubte seine Zielspanne für das Ergebnis je Aktie vor bestimmten Kaufpreiseffekten auf 10,70 bis 11,10 Euro nach oben. Zuvor hatte das Unternehmen 10,40 bis 11,00 Euro in Aussicht gestellt. Die Zahlen für das erste Geschäftsquartal übertrafen die Erwartungen im Industriegeschäft um zehn Prozent, insbesondere dank stärkerer Margen in den Bereichen Digital Industries und Smart Infrastructure.
Euphorie hält nicht bis Handelsschluss
Doch die Freude währte nicht lange. Bis zum Handelsschluss bröckelten die Kursgewinne fast vollständig ab. Am Ende stand nur noch ein schmales Plus von 0,3 Prozent zu Buche, der Börsenwert schrumpfte auf 205,6 Milliarden Euro zusammen. SAP überholte mit einer Marktkapitalisierung von 208,5 Milliarden Euro wieder und verteidigte damit den Spitzenplatz im DAX.
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Die SAP-Aktie selbst legte am Donnerstag um 0,4 Prozent auf 169,70 Euro zu. Damit steht seit Jahresbeginn 2026 allerdings immer noch ein Minus von 18,6 Prozent in den Büchern. Seit dem Rekordhoch vor einem Jahr hat der Softwaregigant sogar mehr als ein Drittel seines Werts verloren – Sorgen vor einer KI-Bedrohung belasten die Papiere weiterhin schwer.
Analysten erhöhen Schätzungen
RBC-Analyst Mark Fielding hob nach der Telefonkonferenz zu den Siemens-Zahlen seine Schätzungen an und setzte sein Kursziel von 245 auf 270 Euro nach oben. Er lobte vor allem die starken Margen in den beiden Kernbereichen Digital Industries und Smart Infrastructure. Die Prognosen für das Gesamtgeschäftsjahr deuteten zudem auf eine Entwicklung in Richtung der oberen Hälfte der Zielspanne hin.
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Jefferies-Analyst Rizk Maidi hob hervor, dass Siemens – ähnlich wie Konkurrent ABB – höhere Auftragseingänge im Bereich Rechenzentren verzeichnen konnte. Dies ließ die Orderzahl im Bereich Smart Infrastructure deutlich steigen. Zusätzlich legte der Auftragseingang im Bereich Digital Industries zu, unterstützt durch kräftiges Wachstum in der Automatisierung in China sowie solides Softwarewachstum.
Trotz der angehobenen Prognose bleibt Siemens laut Maidi mit Blick auf die Mitte der Spanne „konservativ“. Daniela Costa von Goldman Sachs erwartet nun, dass der Ergebniskonsens für das Geschäftsjahr 2025/2026 im niedrigen einstelligen Prozentbereich steigen dürfte. Seit Jahresbeginn steht für Siemens ein Plus von 7,5 Prozent zu Buche.
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