Siemens bringt nach elf Jahren eine neue Generation seiner LOGO!-Logiksteuerung auf den Markt — ein technologischer Meilenstein, der an der Börse jedoch kaum Beachtung findet. Seit dem Zweijahrshoch von rund 276 Euro im Februar hat die Aktie mehr als 20 Prozent eingebüßt. US-Handelszölle und ein schwächelndes Investitionsklima überlagern derzeit alles.
LOGO! 9: Mehr Funktionen, mehr Sicherheit
Seit dem 1. April 2026 ist LOGO! 9 verfügbar, präsentiert auf der Messe Light + Building. Die neueste Generation der intelligenten Logiksteuerung bietet mit bis zu 800 Funktionsblöcken doppelt so viele wie der Vorgänger und unterstützt deutlich komplexere Automatisierungsanwendungen. Neu sind außerdem ein integriertes Farb-Touchscreen-Display für einfachere Fehlerbehebung direkt am Gerät sowie Secure-Boot-Technologie, die sicherstellt, dass ausschließlich authentifizierte Firmware läuft.
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Das Produkt zielt auf den Bereich „Everyday Automation“ — also einfache, allgegenwärtige Steuerungsaufgaben in Gebäuden und kleineren Industrieanlagen.
Starke Zahlen, schwieriges Umfeld
Das operative Fundament ist robust. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 stieg der Gewinn im industriellen Geschäft um 15 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro. Die Sparte Digital Industries legte sogar um 37 Prozent zu, angetrieben von Software, Automation und einem boomenden Rechenzentrums-Geschäft. Der Auftragsbestand erreichte mit 120 Milliarden Euro ein Rekordniveau, was das Management zur Anhebung der Jahresprognose veranlasste. Für das Gesamtjahr erwartet Siemens nun ein Ergebnis je Aktie zwischen 10,70 und 11,10 Euro.
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Die direkten Zollauswirkungen auf das Kerngeschäft bezifferte Finanzvorstand Ralf Thomas auf einen „hohen zweistelligen oder niedrigen dreistelligen Millionenbetrag“ — überschaubar für einen Konzern dieser Größe. Schwerer wiegen die indirekten Effekte: CEO Roland Busch beobachtete bereits im April eine wachsende Zurückhaltung bei Kundenbestellungen, besonders in exportabhängigen Industrien wie Automobil und Maschinenbau. Hinzu kommen negative Währungseffekte durch einen schwächeren US-Dollar.
Hannover Messe und Q2-Zahlen als nächste Prüfsteine
Vom 20. bis 24. April präsentiert Siemens auf der Hannover Messe seine Industrial-AI-Strategie, darunter einen auf NVIDIA Omniverse basierenden Digital Twin Composer, der bereits bei PepsiCo im Einsatz ist. Am 13. Mai folgen die Zahlen für das zweite Quartal — dann wird sich zeigen, wie stark die Investitionszurückhaltung der Kunden tatsächlich auf Margen und Auftragseingang durchschlägt und ob der Rekordauftragsbestand unter veränderten Handelsbedingungen seinen Wert hält.
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