Rekordumsatz, Rekordauftragsbestand, steigende Gewinne — und trotzdem gibt die Aktie nach. Siemens lieferte im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 beeindruckende Zahlen, die der Kurs bislang schlicht ignoriert.
Starke Zahlen, klares Bild
Der Umsatz kletterte um 8 Prozent auf 19,1 Milliarden Euro, neue Aufträge legten um 10 Prozent auf 21,4 Milliarden Euro zu. Der Auftragsbestand erreichte mit 120 Milliarden Euro ein Allzeithoch — ein Book-to-Bill-Verhältnis von 1,12 signalisiert, dass Siemens Aufträge schneller gewinnt, als es sie abarbeiten kann. Das schafft ungewöhnlich hohe Planungssicherheit für die kommenden Quartale. Auch beim Gewinn je Aktie zeigt sich die operative Stärke: Bereinigt stieg er von 2,22 auf 2,80 Euro.
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KI-Fabrik und Rückkäufe als Kurstreiber von morgen
Strategisch setzt Siemens auf zwei Hebel. Gemeinsam mit NVIDIA arbeitet der Konzern an vollständig KI-gesteuerten Fertigungsstandorten — die Siemens Electronics Factory in Erlangen soll noch 2026 als erstes Referenzprojekt starten. Parallel dazu unterzeichnete Siemens ein Memorandum of Understanding mit dem US-Energieministerium zur Modernisierung amerikanischer Forschungsinfrastruktur.
Beim Aktienrückkaufprogramm drückt Siemens ebenfalls aufs Tempo: Bereits 4,4 Milliarden Euro wurden eingesetzt, im März sollen 18 Millionen Aktien eingezogen werden. Die Zahl ausstehender Aktien sinkt damit auf rund 782 Millionen — ein struktureller Rückenwind für den Gewinn je Aktie.
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Kurs unter Druck trotz Fundamentalstärke
Die Aktie notiert aktuell rund 6 Prozent unterhalb ihres 200-Tage-Durchschnitts, nachdem sie Anfang März diese wichtige technische Marke nach unten durchbrochen hatte. Makrorisiken — geopolitische Spannungen, die China-Exposition und mögliche konjunkturelle Bremseffekte — belasten die Stimmung und erklären zumindest teilweise, warum der Markt die operativen Erfolge bisher nicht honoriert.
Der Kontrast bleibt vorerst bestehen: ein Auftragsbestand auf Rekordniveau auf der einen Seite, ein Kurs deutlich unter Jahreshoch auf der anderen. Wie schnell sich diese Lücke schließt, dürfte vor allem davon abhängen, ob die KI-Partnerschaft mit NVIDIA bis Jahresende konkrete Referenzergebnisse liefert — und ob das makroökonomische Umfeld eine Neubewertung zulässt.
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