Europa verliert im globalen Wettbewerb an Boden – und Siemens-Chef Roland Busch schlägt Alarm. Gemeinsam mit 122 anderen Unternehmen und Investoren richtet die Wirtschaftsinitiative „Made for Germany“ kurz vor dem informellen EU-Gipfel zur Wettbewerbsfähigkeit einen eindringlichen Appell an die Politik. Die Botschaft: Ohne radikalen Bürokratieabbau droht Europas Industrie den Anschluss zu verlieren.
Der Druck auf die europäische Wirtschaft steigt. China steuert industriepolitisch gezielt, die USA unter Präsident Trump setzen auf Deregulierung – und europäische Unternehmen kämpfen mit Überregulierung. „Viele europäische Unternehmen verlieren täglich an Wettbewerbsfähigkeit“, warnt die Initiative vor dem Treffen der Staats- und Regierungschefs an diesem Donnerstag. Das Bündnis, das unter anderem auf Initiative von Siemens und der Deutschen Bank zurückgeht, fordert einen fundamentalen Kurswechsel.
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Busch: „Europa fällt zurück“
„Europa fällt im globalen Wettbewerb zurück“, bringt es Siemens-Chef Roland Busch auf den Punkt. Seine Forderung ist klar: „Europa muss die kritischen Technologien beherrschen, die Industrie, Energieversorgung und Sicherheit tragen.“ Die Voraussetzungen seien eigentlich vorhanden – eine starke industrielle Basis, erstklassige Talente und tiefes technologisches Know-how. Doch Europa spiele unter seinen Möglichkeiten, kritisiert auch Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing.
Die Initiative setzt auf konkrete Maßnahmen. Wachstum müsse oberste Priorität werden als Voraussetzung für europäische Souveränität. Regulierungs- und Bürokratieabbau sollen als zentrales politisches Ziel verankert werden. Zudem fordert das Bündnis eine Stärkung des Kapitalmarkts sowie die zügige Umsetzung von Freihandelsabkommen mit Indien und den südamerikanischen Mercosur-Staaten.
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735 Milliarden Euro für Deutschland
Die Initiative hatte sich im vergangenen Sommer mit einem bemerkenswerten Versprechen gegründet: Rund 735 Milliarden Euro wollen die beteiligten Unternehmen am Standort Deutschland investieren – allerdings verbunden mit der klaren Forderung nach mehr Reformen für die lahmende Wirtschaft. Wie viel davon auf Neuinvestitionen entfällt, bleibt allerdings unklar.
„Das Interesse, wieder in Europa zu investieren ist bereits groß, und es wird noch deutlich größer, wenn wir jetzt die richtigen Weichen stellen“, zeigt sich Sewing optimistisch. Investoren sähen erhebliches Aufholpotenzial. Doch dafür müssten die Rahmenbedingungen stimmen. Die Industriekonzerne setzen nun auf den EU-Gipfel – ob die Politik den Weckruf erhört, dürfte auch für Siemens-Anleger entscheidend sein.
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