Die Aktie von Siemens Energy gewinnt heute 3,2 Prozent auf 137,12 Euro. Unternehmensspezifische Nachrichten lagen am Mittwoch nicht vor. Die Kursbewegung folgt auf eine von Schwankungen geprägte Phase der vergangenen Wochen.
Marktbeobachter richten den Blick vor allem auf die grundlegende Verfassung des Energietechnikkonzerns. Das Marktumfeld für Ausrüster der Stromwirtschaft bleibt günstig, da Netzbetreiber und Energieversorger weltweit in neue Erzeugungskapazitäten investieren.
JPMorgan sieht Potenzial bei Gewinnspanne
Die US-Bank bestätigte ihre Einstufung mit „Overweight“ und sieht das Kursziel unverändert bei 245 Euro.
Auf dieser Basis erwartet das Bankhaus das Erreichen des oberen Endes der unternehmenseigenen Jahresgewinnspanne.
Der Vorstand hatte sich bereits bei der Vorlage früherer Geschäftszahlen zuversichtlich gezeigt. Der weltweite Bedarf an Energieinfrastruktur stützt das Geschäft mit Gasturbinen und Dienstleistungen. Parallel dazu treibt das Management die Sanierung der Windkraftsparte voran.
Rekordaufträge und Sanierung der Windsparte
Die fundamentale Basis für die Jahresziele lieferte das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026. Das Unternehmen sicherte sich dabei einen Auftragseingang von 17,9 Milliarden Euro. Der gesamte Auftragsbestand kletterte dadurch auf das Rekordniveau von 162 Milliarden Euro.
Wesentliche Fortschritte verzeichnete dabei die Windenergietochter Siemens Gamesa. Nach einer längeren Verlustphase erwirtschaftete der Bereich erstmals wieder ein positives Quartalsergebnis. Für das Gesamtjahr peilt das Management das Erreichen der Gewinnschwelle in dieser Sparte an.
Umbau der Konzernstruktur schreitet voran
Vor rund zwei Wochen stellte das Management zudem Weichen für die Konzernstruktur. Der Geschäftsbereich Transformation of Industry mit rund 17.000 Mitarbeitern soll in ein eigenständiges Unternehmen überführt werden. Für die neue Einheit ist der Name Omterra vorgesehen.
Geplant ist eine Entkonsolidierung aus dem Konzernabschluss, wobei Siemens Energy eine wesentliche Minderheitsbeteiligung behalten will. Als Optionen für die Verselbstständigung stehen eine Kapitalmarkttransaktion oder die Hereinnahme externer Investoren im Raum. Für die ehemalige Muttergesellschaft Siemens AG, die mittlerweile nur noch eine kleine Minderheitsbeteiligung hält, ergeben sich daraus keine operativen Veränderungen.
Für Anleger bleibt die operative Umsetzung der Jahresziele der maßgebliche Faktor.
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