Siemens Energy vollzieht einen bemerkenswerten Kapitalmarkt-Neustart: Aufnahme in den Stoxx Europe 50, Aktienrückkäufe über zwei Milliarden Euro und Dividendenrückkehr nach dreijähriger Pause. Das Fundament liefert ein Rekordquartal, getrieben durch einen unerwarteten Boom bei Gasturbinen.
Indexaufstieg schafft strukturelle Nachfrage
Ab dem 23. März ersetzt Siemens Energy den Spirituosenkonzern Diageo im Stoxx Europe 50. Die Fast-Entry-Regel des Indexanbieters greift aufgrund der deutlich gestiegenen Marktkapitalisierung. Für den Konzern bedeutet dies mehr als nur Prestige: Fonds und ETFs, die den Benchmark physisch abbilden, müssen die Aktie kaufen – eine strukturelle Nachfragequelle entsteht.
Parallel dazu läuft seit dem 4. März ein Aktienrückkaufprogramm über bis zu zwei Milliarden Euro, das spätestens Ende September abgeschlossen sein soll. Bis zum Geschäftsjahresende 2028 plant das Unternehmen, eigene Aktien im Gesamtvolumen von sechs Milliarden Euro zurückzukaufen.
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Gasturbinen-Boom übertrifft Erwartungen
Die operative Grundlage für diese Kapitalmaßnahmen lieferte das erste Quartal: Der Nettogewinn verdreifachte sich nahezu auf 746 Millionen Euro. Der Auftragseingang kletterte um 33,9 Prozent auf 17,6 Milliarden Euro und trieb den Auftragsbestand auf ein Rekordhoch von 146 Milliarden Euro.
Besonders bemerkenswert entwickelte sich das Segment Gas Services mit 102 bestellten Gasturbinen – ein Quartalsrekord. Im gesamten Geschäftsjahr 2025 hatte das Unternehmen 194 Turbinen verkauft. Allein im ersten Quartal 2026 erreichte Siemens Energy bereits mehr als die Hälfte dieses Jahresvolumens.
Rund 40 Prozent der Turbinenbestellungen stammen aus den USA, wo der Ausbau von Rechenzentren für künstliche Intelligenz die Nachfrage nach stabiler Energieversorgung massiv befeuert. Grid Technologies verzeichnete ein Umsatzwachstum von 26,9 Prozent, Gas Services legte um 13,9 Prozent zu.
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Gamesa bleibt Baustelle
Während das Kerngeschäft brummt, verzeichnet die Windkraft-Tochter Siemens Gamesa Fortschritte bei der Sanierung. Der operative Verlust schrumpfte von 374 Millionen Euro im Vorjahresquartal auf 46 Millionen Euro. Großaktionäre wie DWS, Deka Investment und Union Investment lehnen einen schnellen Spin-off ab und unterstützen die schrittweise Gesundung.
Auf der Hauptversammlung stimmten die Aktionäre einer Dividende von 0,70 Euro je Aktie zu – die erste Ausschüttung seit 2022. Die Jahresziele für 2026 bleiben unverändert: 11 bis 13 Prozent Umsatzwachstum, eine Marge vor Sonderposten von 9 bis 11 Prozent sowie ein Nettogewinn zwischen 3 und 4 Milliarden Euro.
Am 12. Mai folgen die Zahlen für das zweite Quartal. Dann zeigt sich, ob die Dynamik bei Gasturbinen anhält und Siemens Gamesa weiter Richtung Break-even steuert.
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