Siemens Energy erhält prominente Unterstützung von der Wall Street. Goldman Sachs hat den Energiekonzern in seine „European Conviction List“ aufgenommen. Das ist die Liste der Unternehmen, denen die Bank die höchste Überzeugung für eine Outperformance zutraut. Der Aktienkurs zeigt sich davon bislang wenig beeindruckt.
Goldman: Zehn Prozent über dem Konsens
Goldman-Analyst Ajay Patel erwartet eine Anhebung der mittelfristigen Ziele mit der Geschäftsjahresbilanz. Auch zu den Ausschüttungen soll es Neuigkeiten geben. Seine operative Ergebnisschätzung für 2030 liegt zehn Prozent über dem Marktkonsens. Siemens Energy sieht Patel als „strukturellen Gewinner“ – angetrieben vom steigenden Strombedarf der KI-Rechenzentren.
Das Kursziel hatte Goldman bereits Mitte Mai von 185 auf 212 Euro erhöht. JP Morgan liegt mit 225 Euro noch darüber.
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Kursschwäche trotz Rekordzahlen
Die Aktie notiert aktuell bei 159,92 Euro. Das sind rund 18 Prozent unter dem April-Hoch von 195,54 Euro. Die 50-Tage-Linie bei 168,19 Euro bleibt unterboten. In den vergangenen sieben Tagen verlor das Papier 8,43 Prozent. Auf Jahressicht steht dagegen ein Plus von 80 Prozent.
Dabei sind die Geschäftszahlen stark. Im zweiten Quartal verbuchte Siemens Energy einen Rekordauftragseingang von 17,7 Milliarden Euro – ein Plus von 29,5 Prozent. Die Prognose für das Gesamtjahr wurde angehoben: 14 bis 16 Prozent Umsatzwachstum und ein Free Cashflow von rund 8 Milliarden Euro.
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Management kauft zurück
Das Unternehmen kauft kräftig eigene Aktien. 12,6 Millionen Stücke zu einem Durchschnittspreis von 158,50 Euro erwarb Siemens Energy zwischen März und Mai. Damit schloss die erste Tranche eines ursprünglich auf 2 Milliarden Euro angesetzten Programms. Dank starker Cashflows wurde das Programm um eine Milliarde auf 3 Milliarden Euro aufgestockt. Zusammen mit der Dividende von 0,6 Milliarden Euro erhalten Aktionäre im laufenden Geschäftsjahr 3,6 Milliarden Euro.
Bis zum 1. Juli tourt das Management durch europäische Finanzzentren. Am 17. Juni folgt die J.P. Morgan European Industrials Conference. Danach beginnt die Quiet Period vor den Drittquartalszahlen am 5. August. Bis dahin bleibt der Markt in der Warteschleife – trotz der positiven Signale.
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