Ein offener Aktionärsstreit rückt die Zukunft der Windkrafttochter Siemens Gamesa ins Zentrum. Während der US-Aktivist Ananym Capital eine vollständige Abspaltung fordert, stellen sich große institutionelle Investoren schützend vor das Management. Diese Gemengelage führt nach einer starken Handelswoche nun zu ersten Gewinnmitnahmen.
Ananym Capital argumentiert, dass eine Trennung von Gamesa die Profitabilität durch eine Fokussierung auf das lukrative Gasgeschäft steigern würde. Große Anteilseigner wie Deka Investment, DWS und Union Investment lehnen diesen Schritt ab. Ein Verkauf zum jetzigen Zeitpunkt käme laut Deka einer Verschleuderung gleich.
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Das Management untermauert seine Position mit operativen Fortschritten bei der Sanierung. Im ersten Quartal schrumpfte der operative Verlust der Windkraftsparte auf 46 Millionen Euro, nachdem im Gesamtjahr 2025 noch ein Minus von 1,36 Milliarden Euro anfiel. Im Laufe des Jahres 2026 soll Gamesa die Gewinnschwelle erreichen. Als Blaupause dient das Netzgeschäft, dessen Marge innerhalb von drei Jahren von 3,6 auf 15,8 Prozent kletterte.
Lukratives Kerngeschäft als Rückhalt
Abseits der Problemtochter liefert der Konzern solide Argumente. Ein Rekord-Auftragsbestand von 146 Milliarden Euro und ein Nettoergebnis von 746 Millionen Euro im ersten Quartal belegen die Stärke des verbleibenden Portfolios. Zusätzlich kündigte das Unternehmen Investitionen von einer Milliarde US-Dollar für den US-Markt an, um die hohe Nachfrage im Bereich Rechenzentren und Künstliche Intelligenz zu bedienen.
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Trotz der operativen Erfolge reagiert der Markt am Donnerstag mit einem Rücksetzer von 2,60 Prozent auf 153,65 Euro. Dieser Rückgang stellt eine natürliche Konsolidierung dar, nachdem der Titel seit Jahresbeginn bereits um über 25 Prozent zulegen konnte und erst am Dienstag die 50-Tage-Linie nach oben kreuzte.
Konkrete Meilensteine im Frühjahr
Das Management muss nun zeitnah belegen, dass die Gamesa-Sanierung planmäßig verläuft und der Weg zur angehobenen Margenprognose für 2028 (14 bis 16 Prozent) intakt ist. Für das laufende Geschäftsjahr stehen folgende Zielmarken fest:
- 12. Mai 2026: Vorlage der Zahlen für das zweite Quartal
- 11 bis 13 Prozent: Geplantes Umsatzwachstum für das Gesamtjahr
- Bis zu 5 Milliarden Euro: Anvisierter Free Cashflow für 2026
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