Siemens Energy sichert sich ein gewaltiges Langzeitgeschäft im Oman. Der Konzern liefert nicht nur neue Gasturbinen für zwei Großkraftwerke. Er übernimmt auch die Wartung für Jahrzehnte.

Solche Serviceverträge sind am Kapitalmarkt extrem beliebt. Die Folge: verlässliche Geldflüsse über viele Jahre hinweg. Das Geschäft schwankt viel weniger als der reine Neubau von Anlagen. Im gleichen Schritt hob der Vorstand seine langfristige Prognose für die weltweite Gasturbinen-Nachfrage an. Gaskraftwerke dienen als Brückentechnologie zur Absicherung erneuerbarer Energien.

Volle Auftragsbücher

Die Münchner untermauern damit ihre operativen Ziele für 2026. CEO Christian Bruch sieht eine anhaltend hohe Nachfrage. Das betrifft das klassische Gasgeschäft ebenso wie die moderne Netztechnik.

Hier gewann Siemens Energy kürzlich einen Großauftrag von 50Hertz. Das Projekt bindet neue Offshore-Windparks in der Nordsee an das Festland an. Diese Kombination aus Gasgeschäft und Netzinfrastruktur treibt das aktuelle Wachstum.

Aktie im Konsolidierungsmodus

An der Börse notiert das Papier aktuell bei 167,88 Euro. Seit Jahresbeginn sammelte der Kurs knapp 37 Prozent Gewinn ein.

Damit summiert sich das Plus auf Jahressicht auf beachtliche 77 Prozent. Die Aktie pendelt derzeit exakt auf der 50-Tage-Linie. Der Abstand zum Jahreshoch aus dem April beträgt gut 14 Prozent.

Neue Impulse lassen nicht lange auf sich warten. Am 5. August 2026 legt Siemens Energy die Zahlen für das abgelaufene Quartal vor. Bis dahin gilt die übliche Ruheperiode ohne detaillierte Finanzprognosen. Die jüngsten Auftragserfolge stärken jedoch das Fundament für die anstehende Bilanz.